Montag, 12. Oktober 2009

Residenzbrunnen im neuen Glanz

Zeit wieder mal ein paar Altlasten abzuarbeiten. Zum Beispiel den in neuen Glanz erstrahlenden Residenzbrunnen.....

residenzbrunnen

residenzbrunnen
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Mittwoch, 7. Oktober 2009

Aufgetaucht

Nach zehn Tagen im Bergdorf und vier Tagen Konferenz mit 600 Teilnehmern fühle ich mich nach meiner Rückkehr müde (wie im Jetlag seit 3 Tagen) und dementsprechend entrückt. Es war ein guter Kongress - und auch die Rückmeldungen sind positiv. Und doch - die Euphorie danach wird anscheinend von Jahr zu Jahr weniger.

Jetzt hänge ich untertags im Büro herum, schaue apathisch durch die Gegend und schreibe vereinzelte Mails. Ruhe ist eingekehrt und doch sammeln sich die Arbeiten für die nächsten Wochen. Aber auch der Urlaub naht mit Riesenschritten. In zwei Wochen geht es mal kurzfristig in die Türkei zum Ausspannen - das ist doch mal ein überschaubares Ziel.
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Montag, 31. August 2009

Baustelle Getreidegasse

Summary: Complaining about the construction site in front of my appartment, which is quite loud, but the opening is only expected for October - while I am quite busy with working and my Couchsurfing guests.

Während die Zeit mit ziemlich viel Arbeit und ganz netten Couchsurfinggästen dahinrast, gibt es vor meiner Haustür viel Lärm (um nichts). Eine Baustelle ist da -jeden Tag - auch sonntags - spätestens um 7:00 (aber oft früher) geht es mit lautem Getöse in der engen Gasse dahin. Bis Anfang Oktober will hier anscheinend eine Modekette ihr neues Geschäft beziehen. Bei den Innenstadtpreisen ist es ja fast nicht verwunderlich, dass sie es eilig haben. Bauarbeiter schauen mir in die Wohnung und fangen über die Straße Gespräche mit meinen Gästen an (oder umgekehrt). Ich hingegen schließe jeden Tag in der Früh zähneknirschend die Fenster. So kann das dann ausschauen:

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Ein paar Häuser weiter wird auch ein Geschäftslokal renoviert. Da weiß ich nicht, was da reinkommen soll, dafür schaut es irgendwie mystisch aus:

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Montag, 10. August 2009

Café Westend - Wien

Im Café Westend lässt es sich wunderbar inmitten von leicht morbiden Charme sitzen und guten Kaffee schlürfen, während man auf einen Zug wartet oder wenn man gerade angekommen ist. Die Preise für ein Pago oder Obi Leitungswasser sind hingegen horrend, weil für das Wasser auch etwas berechnet wird (sic!). Die Frage meiner Freundin an den Ober, ob er sich nicht geniert, konnte ihm nur ein sehr müdes Lächeln entlocken.

Wie auch immer, nicht nur aufgrund seines Charmes sondern auch aufgrund der günstigen Lage, direkt vor dem Westbahnhof, wird dieses Kaffeehaus wohl immer seine Kundschaft finden. Die logische Erklärung für den Namen ist ja die Tatsache, dass es am Ende der Weststrecke liegt. Ich glaube ja eher, dass hier der Westen zuende ist und der Balkan beginnt.

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Samstag, 25. Juli 2009

Rückschau

Ein verregneter Samstagvormittag mitten in den Kalkalpen in einer schönen Jahrhundertwendevilla lässt mich auf die letzten wochen zurückblicken, während die mitreisende Freundin noch ein Vormittagschläfchen macht, und wir uns auf die geführte Nachmittagstour freuen.

Da war zum Beispiel dieses schöne Wochenende in Wien, Treffen mit lieben Freundinnen, gutes Essen, Bücher gekauft - zum Drüberstreuen eine Reihe an durchaus erfolgreichen beruflichen Terminen und ein äußerst angenehmes Treffen mit einem ganz lieben Exfreund, haben das Ganze zu einem sehr angenehmen Erlebnis gemacht. Mittlerweile zischen die Mails in regelmäßigen Abständen hin und her und ein ganz leises Kribbeln macht sich bei mir breit.

In der Arbeit hingegen wird alles gerade immer geschäftiger. Ein Haufen an Projekten liegt auf meinem Schreibtisch, multitasking ist wieder angesagt, während sich das Jahr durch sonst durch häufige Personalwechsel, zusätzliche studentische Hilfskräfte und dadurch auch erhöhten Arbeitsaufwand auszeichnet. Eigentlich wollte ich ja ab Herbst Stunden reduzieren, um mehr Zeit für private Projekte und Reisen zu haben. Ob dies dann überhaupt möglich sein wird, wird sich auch noch zeigen.

Neben diesen und noch weiteren Wochenendausflügen werde auch gerade weitere Urlaube angedacht. Eine Woche irgenwo am Meer im Oktober und Südostasien (Laos, Vietnam) für den Jahreswechsel wird gerade angedacht.

Ach ja, und dann gibt es ja auch noch meine Couchgäste - die manchmal mehr und manchmal weniger interessant sind, aber immer eine Bereicherung darstellen. Letztens war eine ganze spanische Familie zu Gast, was dann spannend aber doch auch recht eng war. Außerdem hat nur einer von den dreien Englisch gesprochen, was für mich verkopften auf sprachliche Kommunikation fixierten Menschen, dann doch auch ein bisschen anstrengend war.

Also - insgesamt geht es mir weiterhin sehr gut - ich habe noch haufenweise fotos, die ich endlich hier hochladen möchte (allerdings brauche ich da meinen compi zuhause mit der bildbeartung), und ansonsten warte ich weiterhin was das leben noch so bringen wird - aber es macht gerade Spass - das Warten....
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Sonntag, 5. Juli 2009

Sommer in Salzburg

Die Qualität der Straßenaufführungen steigt wieder....


Getreidegasse
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Freitag, 26. Juni 2009

Ausflug in die Weiblichkeit

Gemeinhin bin ich wohl eher dem burschikosen Typ zuzurechnen. Ich trage fast immer Hosen, meine Schuhe sind grundsätzlich flach und bequem, als Schminke verwende ich nur einen Kajal um die Augen und beim Friseur ist mein wichtigstes Kriterium für den Schnitt dass er nicht geföhnt werden muss. Hin und wieder habe ich aber einen Anfall, der mich dazu bringt die geballte Weiblichkeit auszupacken, in ein schönes Kleid zu schlüpfen, ganz tief in die Kriegsbemalungstöpfe zu greifen und Schuhe anzuziehen über dessen Nutzung ich mich (und meine Füße noch viel mehr) stundenlang ärgern können.

Letzte Woche war einer dieser denkwürdigen Tage. Ich durfte meinen Präsidenten auf einen Empfang (dresscode: formal - auch das musste erst gegoogelt werden was es eigentlich bedeutet) begleiten. Das schöne, sauteure, aber trotzdem recht kurze Seidenkleid (welches ich auch deswegen nur so selten anziehe, weil es nur chemische Reinigung verträgt), die Schühchen (siehe oben) angezogen, Kontaktlinsen eingesetzt, Schmuck natürlich auch und Schminke was das Zeug hält. Da sind wir also losgetrippelt an einem schönen Sommerabend in Brüssel in eine noch schönere location - veranstaltet von einem eher technischen Dachverband, mit entsprechend hohen Männeranteil unter den Gästen.

Und dann merke ich im Laufe des Abends die vielen Blicke nicht nur in mein Gesicht, die Blicke auf meine Beine und die vielen achso zufälligen Berührungen an meinen Händen und Armen - und bin hin- und hergerissen. Einerseits tut es gut, diese Bewunderung, andererseits ist es anstrengend, so umworben zu werden. Als ich aufstehe um wohin zu gehen, verfolgen mich zahlreiche Blicke während meines trippelnden Ganges. Und auch das Netzwerken fällt auf einmal viel leichter. Schön wars - und leicht beschwipst wandern wir dann in der hellen Brüsseler Nacht zum Hotel, um und dort noch einen Absacker zu genehmigen. Ich bin müde und zufrieden, und verdränge auch kurz, dass ich am nächsten Tag um fünf Uhr in der Früh ins Taxi steigen musste, um meinen Flieger nach Hause zu erwischen.
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Samstag, 13. Juni 2009

Vermischtes...

...oder: was ich in den letzten wochen erfahren durfte:

1) Offensichtlich gibt es in Europa eine ganz erkleckliche Anzahl an Studierenden aus Hongkong und Taiwan, welche - für ein Semester dem Leistungsdruck zuhause entkommen - nun in Europa auf den Putz hauen. Ich durfte die Vielreisenden kennenlernen. Europa kennelernen - auch eine Art Studium - vor allem, da sie auf der Uni nur durchkommen müssen, und der Notendurchschnitt für sie zum ersten Mal nicht ausschlaggebend ist.

2) Aus der Europawahl habe ich wieder einmal gelernt, dass man die Kronenzeitung lesen muss, um die Stimmung im Lande mitzubekommen. Hätte ich nie gedacht, dass Hans Peter Martin, wieder so viele Stimmen abräumt. Hätte ich die "richtige" Zeitung gelesen, wäre mir das wohl nicht so ergangen.

3) Es gibt Computerspiele die können eine ziemlich süchtig machen und sogar bis in den Schlaf verfolgen. Vorsicht: gebrauch auf eigene Gefahr.

4) Es gibt fünf Weisheiten des Buddha - nämlich wie man mit Zweifel, Unruhe, Trägheit, unstillbares Verlangen und Widerwillen umgeht - durfte ich in einem dreitägigen Yogawokshop lernen - manches kannte ich schon, manches war mir neu - war nett jedenfalls

5) Zahnärzte können eine ziemlich arm machen. Nachdem ich jedoch jahrelang zu keinem gegangen bin, und ergo auch keinen Cent für sie ausgegeben habe, war die horrende Rechnung des letzten Monats auch irgendwie die logische Konsequenz. Froh, bin ich jedenfalls, diesen Anfang gemacht zu haben, und meiner Angst doch auch irgendwie ein Schnippchen geschlagen zu haben - jetzt habe ich für das nächste halbe Jahr jedenfalls Ruhe.
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Mittwoch, 20. Mai 2009

Sevilla

Es ist eigenartig. So nett es in Sevilla war - ich habe nicht diese Begeisterung, die ich sonst für jedes Land habe, in das ich zum ersten Mal fahre. Es war schön, heiß und sehr lebendig - und trotzdem - irgendwie fühle ich mich in Italien wohler. Nicht nur dass ich dort die Sprache besser verstehe (wobei man mit Französisch- und etwas Italienischkenntnissen, sich tatsächlich sehr schnell zumindestens die Erfüllung von Grundbedürfnissen sichern kann), irgendwie ist mir Italien immer flockiger vorgekommen. Vielleicht auch weil es in Spanien anscheinend weniger die Kultur gibt auch länger draussen zu sitzen und Kaffee oder Wein zu trinken. Die Bars sind alle sehr klein, und die Getränke werden schnell, schnell am Tresen eingenommen.

Mehr als beeindruckend waren jedenfalls die kulturellen Sehenswürdigkeiten. Die Kathedrale zum Beispiel - die größte gotische Kirche der Welt. Ich habe ja schon viele Kirchen gesehen (nicht nur aber auch, weil meine Eltern mich durch unzählige geschleift haben), aber diese ist in ihrer Größe und ihrer Gotik wirklich atemberaubend. Katholischer geht es nicht. Auch das Alcazar, der ehemalige Herrscherpalast ist nicht ohne. Neben den wunderschönen Gärten mit kleinen Wasserspielen und vielen Orangen ist der Palast eine Mischung aus maurischer und christlicher Kultur - ein schönes Beispiel, wie sich Morgen- und Abendland ergänzen.

Wenn alles gut geht, gibt es in zwei Wochen dann die nächste Kurzreise - nach Bulgarien - eines meiner Lieblingsländer
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Sonntag, 17. Mai 2009

Wusch!

Puh - das Leben ist ein Wirbelwind. Nachdem ich schon im Urlaub eine dicke Backe hatte, durfte ich genau einen Tag nach meiner Rückkehr eine doppelte Wurzelbehandlung - was mich doch ein bisschen gebeutelt habe (vor allem, wo ich eines der Schmerzmittel nicht vertragen habe...)

Gleichzeitig trudeln laufend Gäste aus aller Welt auf meiner Couch ein. Zwei Jungmädels aus Hongkong und ein amerikanischer Althippie sind die Highlights der letzten zwei Wochen. Das macht Spaß ist manchmal aber doch auch ein bisschen anstrengend.

Und dann war ich die letzten Tage auch noch in Sevilla - mein erster Spanienbesuch überhaupt.

Die nächsten Wochen werden ähnlich dicht. Am Donnerstag geht es auf einen viertägigen Yogaworkshop und das darauffolgende Wochenende kommen meine Eltern zu den Pfingstfestspielen.

Langweilig ist mir gerade nicht - das ist auch gut so, und während sich die Blogideen bei mir sammeln - komme ich gerade gar nicht dazu zu schreiben. Schon blöd, entweder man hat Zeit und wenig zu erzählen, oder man hat viel zu erzählen und keine Zeit.

In diesem Sinne - bis zu meinem nächsten "Zeitloch" - dann hoffentlich mit einem kurzen Spanienbericht
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Freitag, 8. Mai 2009

Es werde Wald

Also der Eselsweg ist wirklich wunderschön. Auf genaue Beschreibungen verzichte ich jetzt hier, nicht nur aus Zeitgründen, sondern auch weil auf dieser Seite wirklich alles relevante zur Wegfindung steht.

Wenn man sich einmal an die recht eigenwillige Markierung gewöhnt hat, und die Beschreibung auch im Wandergepäck hat, kann eigentlich nichts mehr passieren. Der Weg ist wunderbar zu finden. Genau eine Abzweigung habe ich in der ganzen Woche verpasst, konnte aber dank der guten Wanderkarte schnell direkt und ohne Zurückgehen zum Weg finden.

Das Alleine Wandern (eine ganze Woche habe ich das bisher noch nie gemacht), war insgesamt auch eine positive Sache. Wobei ich wirklich alleine war -d.h, nicht nur ohne Reisegefährten sondern ich habe die ganze Woche auch fast keine andere Menschen beim Gehen gesehen. Nur am Feiertag war ein bisschen mehr los, das habe ich dann fast als Störung empfunden. Am Abend in den Gasthäusern bzw. beim Frühstücken als einziger Gast durfte ich dann durchaus Bekanntschaften schließen - mit Wirten und Gästen. Der Höhepunkt war sicher ein Berliner der in einem kleinen Kaff versucht bayrische und österreichische Küche zu verkaufen (ich konnte mich dann natürlich nicht zurückhalten und musste ein paar Tips geben)

Es war eher das Wetter, das mir zu schaffen gemacht hat. Am dritten Tag mit relativ viel Regen im dann doch finsteren Wald können dann schon einmal düstere Gedanken aufkommen. Als dann noch eine Stunde auf der Forststraße bevorstand habe ich kurzerhand mein Handy ausgepackt und einen vernünftigen Radiosender gesucht. Gelandet bin ich in einem ausgezeichneten Feature über die Hermannschlacht - war zwar der falsche Wald aber es war trotzdem schön die Sendung beim Waldwandern zu hören.

Der kulinarische Höhepunkt war dafür der Flörsbacherhof. Zum Abendessen gab es Lachs mit Sauerkraut (sic!) und Preiselbeersenfkörnern. Ein wirklich schönes Haus, mit wohlschmeckender Küche und engagierten Gastgebern. Und einen Wildschweinschinken konnte ich auch noch mitnehmen.

Das wichtigste bei der Woche war jedoch der Wald. Ich bin selten so viel durch Wald gegangen. Und es ist eigenartig. Einerseits gibt es wenig Aus- und Weitblicke - wie ich es sonst vom Wandern gewöhnt bin. Andererseits ist der Wald oft wunderschön und vielfältig, das frühlingshafte grün, manchmal so grell, dass es blendet. Ich möchte gar nicht wissen, welche Farbenspiele es da im Herbst gibt. Schön auch, dass es relativ wenig Kahlschläge gab.

Und für diejenigen, die bis hierher durchgehalten haben, gibt es jetzt noch ein paar Waldfotos.

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Samstag, 25. April 2009

Bin dann mal weg

Andere gehen bekanntlich den Jakobsweg - oder Jakobswäg - wie die Schweizer sagen (der Link geht übrigens zu einem entzückenden Lied, sehr zu empfehlen und sollte auch für Nicht Alemannen verständlich sein)

Ich hingegen gehe den Eselsweg in den Spessart - sechs Tage durch deutsche Wälder - Bin schon sehr gespannt.

Mit passender Lektüre habe ich mich auch eingedeckt -

Das Wirtshaus in Spessart - Ja, das ist nicht nur ein Film, sondern eine Märchensammlung von Hauff. Sinnigerweise sind es genau sechs Geschichten - Für jeden Tag eine Geschichte

Riemenschneider - Die Geschichte des Holzschnitzers Tilman Riemenschneider, der in der Gegend gelebt hat. Und ich habe in meinen Führer entdeckt, dass ich sogar an einem seiner Altäre vorbei komme.

Ich freue mich - nur die Wettervorhersage ist leider nicht so berauschend!

Bis bald
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Donnerstag, 23. April 2009

St. Gilgen - St. Wolfgang - noch ein Klassiker

Route: Von St. Gilgen über Fürberg, Falkenstein nach Ried und St. Wolfgang. Zurück gehts mit dem Schiff nach St. Gilgen (man kann auch schon bei der Schafbergbahn in das Schiff steigen, wenn man nicht scharf auf das sehr touristische St. Wolfgang ist)


Wanderroute 161400 - powered by Wandermap 

Dauer: Ca. 3h
Verbindung: Gute Busverbindungen von Salzburg nach St. Gilgen


Das ist wirklich eine der ganz schönen, kleinen, feinen Wanderungen hier in der Gegend. Dieser Abschnitt des Wolfgangsees ist an manchen Stellen so malerisch und kitschig, dass man sich auch wie in einem Freilichtmuseum vorkommen kann. Meine englische Begleiterin ist immer wieder ganz versonnen stehen geblieben, und hat einfach nur genossen.

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Mittwoch, 22. April 2009

Schöne Widersprüche

Gestern hatte ich einen eigenartigen Abend. Zuerst eine schöne, anstrengende Yogastunde, die mit einem wunderschönen Rilke Gedicht zum Thema Geduld endete. Danach ins Kino gesprintet - und über zwei Stunden über Che Guevaras Guerillakampf in Kuba gesehen - Che - el Argentino. Revolution und Geduld passen ja irgendwie nicht so gut zusammen - und so war dieser Abend auch irgendwie ein Revue passieren meiner eigenen Geschichte....

Bevor ich jetzt aber zum zweiten Teil des Films sprinte (der sich übrigens mit dem dramatischen endenden Guerillakampf Che´s in Bolivien beschäftigt) hier noch das Rilke Gedicht.

Man muß den Dingen
die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen – und
dann gebären ....

Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
daß dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch !

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit ...

Man muß Geduld haben
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.


(Rainer Maria Rilke)
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