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Gesehen, Gelesen, Gehört

Montag, 9. November 2009

Uniproteste

Summary: The Austrian Universities are "burning" - the biggest student protests in over 20 years. This article is a short description about the movement, mainly its process.

Für Lesende aus dem Ausland: Dieser Eintrag beschäftigt sich mit den studentischen Protesten, die seit drei Wochen an österreichischen Universitäten stattfinden, einen massiven Bildungsdiskurs ausgelöst haben und die österreichische Innenpolitik ziemlich aufgerüttelt haben. Mehr dazu hier.


Ich war ja mehr als positiv überrascht - aus dem Urlaub heimkehrend zu hören, das Audimax der Uni Wien sei besetzt. Das ganze hat innerhalb kürzester Zeit eine beeindruckende Eigendynamik bekommen, woran moderne Technologien offensichtlich einen bedeutenden Anteil haben. Mich selber hat diese Bewegung enorm gerührt und dank der Übetragung durch Livestream aus dem Audimax habe ich in der letzten Woche auch sehr viel mitbekommen.Zum Forderungskatalog bitte hier lang

Und besonders schön - es findet nicht nur eine Mobilisierung sondern auch eine Sensibilisierung statt. Natürlich gibt es viele Verrückte, die sich am Plenum mehr oder weniger redegewandt selbst darstellen. Aber es kommt auch eine 16 Jährige aus einer sogenannnten bildungsfernen Schicht, die ihre eigene sehr berührende Pespektive auf Fragen der Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit einer teilweise verwunderten Zuhörerschaft präsentiert - obwohl sie eigentlich nur zur Party gekommen ist. Es werden Filme gezeigt über Asylfragen und Alltagsrassismus und es entspannen sich gute Diskussionen, wo von manchen auf eine sehr praktische Art und Weise festgestellt wird, warum auch eine studentische Bewegung nicht im luftleeren Raum agiert, warum Bildungspolitik grundsätzlich Gesellschaftspolitik ist und warum es oft schwierig bis unmöglich ist eine Grenze zwischen bildungspolitischen und sonstigen gesellschaftlichen Fragestellungen zu ziehen. Besonders schön und überraschend, dass dies zumindestens teilweise nicht in überholten plakativen Parolen von den üblichen Verdächtigen formuliert wird, sondern konkret und womöglich auch von den Leuten, die ohne Party vielleicht gar nicht auf die Uni gekommen wären.

Im Laufe der Zeit lässt sich natürlich auch eine gewisse Ermüdung feststellen, die Parolen werden mehr, während gleichzeitig immer weniger Leute über immer mehr Formalitäten diskutieren - was nach drei Wochen auch nicht verwunderlich ist. Einerseits treten klarerweise gewisse Ermüdungserscheinungen auf und andereseits lassen sich auch immer mehr Leute von mühsamen Entscheidungsfindungsprozessen abschrecken (ja, Basisdemokratie war noch nie einfach). Trotzdem es geht weiter, es wird diskutiert nicht nur auf den Universitäten sondern auch in Unternehmen, Schulen, Wirsthäusern und überhaupt fast überall...Das ist gut so. Weil es höchste Zeit wird, dass über Bildung auf breiter Basis diskutiert wird - über eine Bildung, die diesen Namen verdient, die nicht nur reines Wissen vermittelt, sondern anregt zum Denken, Handeln und Gestalten.

Hier noch zwei schöne Bericht aus dem Beginn die viel Stimmung einfangen (Bei mir selber haben sich noch einige weitere Ideen festgesetzt, ob ich es aber schaffe diese zu veröffentlich, steht, wie schon öfters wieder mal in den sternen).



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Mittwoch, 22. April 2009

Schöne Widersprüche

Gestern hatte ich einen eigenartigen Abend. Zuerst eine schöne, anstrengende Yogastunde, die mit einem wunderschönen Rilke Gedicht zum Thema Geduld endete. Danach ins Kino gesprintet - und über zwei Stunden über Che Guevaras Guerillakampf in Kuba gesehen - Che - el Argentino. Revolution und Geduld passen ja irgendwie nicht so gut zusammen - und so war dieser Abend auch irgendwie ein Revue passieren meiner eigenen Geschichte....

Bevor ich jetzt aber zum zweiten Teil des Films sprinte (der sich übrigens mit dem dramatischen endenden Guerillakampf Che´s in Bolivien beschäftigt) hier noch das Rilke Gedicht.

Man muß den Dingen
die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen – und
dann gebären ....

Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
daß dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch !

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit ...

Man muß Geduld haben
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.


(Rainer Maria Rilke)
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Mittwoch, 4. Februar 2009

Lichterlabyrinth

Am Montag bin ich zufällig über das Lichterlabyrinth gestolpert. Sehr hübsche Sache, ein Labyrinth aus Kerzen untermalt mit sphärischer Musik. Da musste ich mich doch glatt zum ersten Mal an einem Film probieren:



Und ein paar Fotos habe ich dann auch noch gemacht.

09-02 020 (Medium)

09-02 026 (Medium)
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Montag, 12. Januar 2009

Rupien!Rupien! - Slumdog Millionaire

rupienrupien
Alle reden gerade über den Film Slumdog Millionaire, weil dieser bei den Golden Globes abgeräumt hat. Ich freue mich auch schon sehr darauf. Es ist eine tolle Story. Dieser Film hat aber auch eine sehr gute Buchvorlage, auf die ich hier hinweisen will. "Rupien!Rupien!" von Vikas Swarup.


Alleine die Grundidee rund um die Millionenshow ist bestechend. Ein indischer Bub aus den Slums, der schafft, was nicht sein darf. Er knackt die Millionenshow. Und im Laufe des Buches erfahren wir zu jeder Frage, die er beantworten konnte, warum er das gewusst hat. Eine spannende Geschichte reiht sich an die andere. Es ist schon einige Jahre her, aber ich weiß noch genau, dass es ein Genuß zum Lesen war. Und bevor ich mir den Film im Kino anschauen werde (was ich unbedingt vorhabe) würde ich gerne das Buch noch einmal lesen.
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Montag, 29. Dezember 2008

Sonnenspaziergang in der Kälte

Also Weihnachten in Wien ist gut und friedlich überstanden, und bevor ich zu Silvester wieder gegen Osten fahre verbringe ich noch ein paar gemütliche Tage in Salzburg. Heute z.B. wie so manche andere in der Sonne spazieren gegangen.

Winterlicht

Eiskranz

hohensalzburg
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Samstag, 20. Dezember 2008

Salzburger Festspiele und die Titelsucht

Zwischen den ganzen Fotos aus Thailand möchte ich heute ein Schmankerl einstellen, welches ich beim heurigen Karten bestellen entdeckt habe. Die Auswahl der Titel mit denen die p.T (im wörtlichen Sinne) Kundschaft angesprochen werden kann ist beträchtlich. Österreich wie es leibt und lebt!

Titelsucht2
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Montag, 17. November 2008

Kuriositäten von der Speisekarte

Am Flughafen von München gibt es eine Henkersmahlzeit (sogar unter 1€)

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Während in die Brüsseler Gastronomie noch etwas an ihren Deutschkenntnissen feilen könnte:

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Dienstag, 4. November 2008

Mein Wien

Edit: Fortsetzung gibt es mittlerweile bei der Fee. Etwaige Ähnlichkeiten sind gar nicht zufällig.

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Mittwoch, 29. Oktober 2008

Fuchserde

41wICzvz0mL-_SS500_ Wow - was für ein Buch. Eine Geschichte über Jenische in Österreich, Fahrende, die Zeit des Nationalsozialismus - und davor und danach. Eine schöne Geschichte, einfühlsam erzählt, mit ganz viel Weisheit.

Hier ein Zitat aus dem Schlusskapitel:

Wenn du dich zwischen zwei Lösungen zu entscheiden hast, bedenke die dritte.
Wenn du wählst, vermeide die Dinge, die das Leben verschleißend machen.
Wenn du das Glück suchst, vergiss nicht, es wohnt nirgendwo anders als in dir und nur in dir.
Wenn du die Traurigkeit vertreiben willst, folge dem Bach, beobachte die Vögel und lausche dem Konzert des Windes im Wald.
Wenn dich dein Herz nicht loslässt, es dich drängt und dir befiehlt, folge ihm.
Wenn du verliebt bist, liebe.
Wenn du nicht mehr weißt, wohin du sollst, erinnere dich, woher du kommst
.
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Samstag, 25. Oktober 2008

Und das im Oktober ....

Damit habe ich gestern nicht gerechnet - als ich ein großes Einrichtungshaus betrat. Halloween gleich sicherheitshalber auslassend - ist da schon alles in voller Weihnachtsdekoration. Ich meine - es hatte ja eine gewisse Ästhetik, aber es ist doch ein bisserl gar früh. Das ist wie mit dem Lebkuchen - da schlagen wir uns im September, wenn sie frisch auf den Markt kommen, den Magen voll, um sie dann im Advent gar nicht mehr sehen zu können. In diesem Sinne also schon im Oktober weihnachtliche Bilder direkt von der Möbelkette.

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silmanja - 18. Okt, 10:48

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den fand ich auch gut, soviel zum thema gesamtgesellschaftlicher.. .
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