Montag, 29. März 2010

Ausflug in die Provinz

Ein eigenartig schönes Wochenende habe ich hinter mir. Geplant war ganz einfach ein Wellnesswochenende mit der liebsten Freundin und deren Hund. Die ersten Eindrücke waren jedoch nicht gerade lauschig. Das Pensionszimmer war hässlich mit direkter Aussicht auf eine Mauer, die Wirtin unfreundlich und die direkte Umgebung der Pension eine Art Gewerbegebiet im Nirgendwo.

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Andererseits kam dann auf einmal die Sonne raus, und wir kamen auf unserem Spaziergang bei munteren Geplauder vom Weg ab und fanden ein kleines lauschiges Bachtal, gerade aus dem Winterschlaf erwachend.

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Waldboden

Und dann war da noch dieser tote Frosch, blöd überfahren bevor aus sich aus den Eiern Unmengen an Kaulquappen entwickeln konnten, um die zahlreichen Tümpel zu bevölkern.

Toter Frosch

Und sonst: unfotografiert sind die gemütlichen Stunden in der Therme und der absolut verregnete Vormittag in einer verregneten und nahezu vollständig menschenleeren Provinzstadt.
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Sonntag, 21. März 2010

Reise Teil 3: Phnom Penh (Kambodscha)

Unsere zweite Station in Kambodscha ist die lebendige Hauptstadt Phnom Penh. Nach einem ersten Großstadtschock (inklusive dem grindigsten Hotelzimmer der ganzen Reise) fühlen wir uns schnell wohl und fahren auch zum ersten Mal zu zweit auf einem Motorradtaxi. Öffentlichen Verkehr gibt es nicht. Als Fußgängerinnen werden wir mehr als belächelt, aber mit dem im aussterbenden begriffenen Cyclo fahren wir trotzdem nicht.

Cyclo

Phnom Penh ist für asiatische Verhältnisse eine ruhige Stadt und ist bekannt für seine Kunst- und Design Szene. So sitzen wir denn auch zwischendurch gerne in schicken Bars und Kaffeehäusern,

Street Cafe

und kaufen hübsche Röcke und T-Shirts in kleinen feinen Designerläden. Am russischen Markt decken wir uns mit Unmengen Khmer Schals (Krama) ein und können somit den Preis noch ordentlich runterhandeln (auch wenn wir sicher trotzdem ein Vielfaches des Marktpreises bezahlt haben).

Russian Market

In Phnom Penh verbringen wir auch einige Zeit uns mit der jüngeren Geschichte, den Genozid der roten Khmer zu beschäftigen, insbesondere im Tuol Sleng Genozid Museum, welches uns durch die Art der Gestaltung positiv überrascht.

Tuol Sleng Prison

Tuol Sleng Prison
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Dienstag, 16. März 2010

Ein Zweitblog zum Thema Reisen

Schon vor über drei Jahren habe ich kurz angefangen einen zweiten Blog, und zwar zum Thema Tourismus zu schreiben. Damals war ich noch mehr in der Branche selber, konnte aber aufgrund diverser privater und beruflicher Umstände das gute Ding nicht wirklich weiterführen.

Mittlerweile arbeite ich zwar nicht mehr im Tourismus, habe aber mehr Zeit zum Reisen, das Thema fasziniert mich noch immer und wohne auch noch in einer sehr touristischen Stadt. Aus diesen Gründen habe ich beschlossen dieses Zweitblog wieder aufleben zu lassen. Ich freue mich natürlich über Lesende und Kommentierende.

Bis bald auch dort: http://silviastourismusblog.wordpress.com/
(Gewisse Ähnlichkeiten zu hier erscheinenden Artikeln sind natürlich nicht ausgeschlossen, jedoch hat der neue Blog sicher einen etwas allgemeineren Anspruch)
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Sonntag, 14. März 2010

Wort zum Sonntag

Das habe ich heute in meiner Lektüre gefunden und erklärt doch einiges zur aktuellen Situation der katholischen Kirche....

Als ich ein Kind war, wie ein Kind sprach und kindliche Gedanken hatte [...], war das Evangelium eine Liebesbotschaft, und alle Liebe war teils geboten, teils verboten. Das schuf die Verlockung die explosiv war und daher tödlich. Die Liebe und der Tod waren verknüpft, wir konnten uns nicht befreien. Alle sprachen von der Liebe, doch niemand erklärte sie. Sie war auch die größte Sünde.

Aus: Per Olov Enquist, Das Buch von Blanche und Marie
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Donnerstag, 4. März 2010

Steinzeitliteratur

Die Steinzeit fasziniert mich ja schon länger. Hier habe ich auch schon einmal über ein spannendes Fernsehexperiment geschrieben. Und es gibt auch einige Romane, die in der Steinzeit spielen. Ein paar davon habe ich im letzten Jahr gelesen - siehe Beschreibungen unten. Ein bisschen kommen mir die Steinzeitromane immer wie Science Fiction vor. Dadurch, dass wir so wenig über diese Zeit wissen, können die Autorinnen sehr viel erfinden und spiegeln dadurch auf die eine oder andere Art ihre eigene Lebens- und Gedankenwelt wieder. Die Darstellung des Archaischen, die Frage wie der Mensch sich als solcher entwickelt hat, fasziniert mich jedenfalls immer wieder aufs Neue, und ich werde sicher noch weitere Bücher, die in dieser Zeit spielen, lesen.

3548268897-01-_SY190_SCLZZZZZZZ_ Mein aktuelles Buch, welches mich zu diesem Eintrag anregt. Die Rabenfrau ist die Geschichte einer Vogelfrau einer Schamanin - Ravan - und ihres Gefährten Rovain am Ende der Frühsteinzeit rund um den Ausbruch des Laacher Vulkans in Unterfranken. Der Vulkanausbruch und die dadurch ausgelösten Wanderungsbewegungen der Sippe stellen aber eigentlich nur den Hintergrund für eine Geschichte des Geschlecherkampfes statt. Während zu Beginn des Buches eine eindeutig matriarchale Kultur vorherrscht entwickelt sich im Laufe der Ereignisse eine gleichberechtigtere Kultur, wobei am Schluss schon eine spätere männliche Vorherrschaft angedeutet ist.

3423120045-01-_SY190_SCLZZZZZZZ_Die Frau des Jägers (ein Buch das zumindestens in Deutsch nur antiquarisch erhältlich ist) zeigt eine ganz andere Gesellschaft (in Sibirien) und greift ein anderes Thema auf, das des Außenseiters in einer Gruppe. Somit kann dieses Buch auch als Parabel für den immer schwierigen Umgang mit Fremden gelesen werden. Diese Gesellschaft wird weitaus archaischer dargestellt (es spielt auch etwa 10.000 Jahre früher), und das schiere Überleben der Sippe steht an erster Stelle. Sehr gut zu lesen, die Autorin ist Anthropologin und weiß offensichtlich nicht nur worüber sie schreibt sondern zeigt auch eindeutig literarisches Talent.


aylaAyla und der Clan der Bären, das letzte von mir beschriebene Buch ist zwar von den hier vorgestellten das bekannteste, steht aber für mich eindeutig an letzter Stelle. Wir haben eine Art Überheldin vor uns, Ayla kann alles und gelingt alles, und sie ist überhaupt viel besser als die Gesellschaft von der sie aufgenommen wird. Ich habe dieses Buch ja interpretiert als eine Geschichte eines Kulturenzusammenpralls, zwischen Homo Sapiens und einer anderen Spezies Homo. Im Netz wurde mir das aber nirgends bestätigt und mittlerweile hat auch die genetische Forschung bestätigt, dass dass sich die unterschiedlichen Homo Gattungen (oder wie heisst das richtig?) nicht miteinander vermischt haben. Trotz aller Kritik, ein Pageturner ist es allemal, und es gibt zahlreiche Fortsetzungen....
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Freitag, 26. Februar 2010

Frischer Wind

Wenn auch noch zaghaft, so ist das Frühlingslüfterl doch unüberspürbar, dass sich hierzulande breitmacht. Und nicht nur die Vögel fangen an zu zwitschern, auch bei mir in der Arbeit kündigt sich ein frischer Wind und Änderungen an. Da ist einmal die neue, angenehme und herzerfrischende Praktikantin, der wir nach zwei Wochen ein Jobangebot gemacht haben. Dann wurde ich auch zu einer Konferenz als Rednerin eingeladen (zum ersten Mal seit meinem Wechsel vor fast drei Jahren). Und schlussendlich bin ich auch gefragt, worden ob ich noch immer an einer Stellenreduktion interessiert sei (was mir ganz neue Möglichkeiten hinsichtlich meiner privaten Projekte und meiner Reisen bieten könnte). Klingt also alles sehr gut - und trotzdem ist da auch noch meine nomadische Seele die sich ganz heftig meldet. Es könnte also spannend werden demnächst, so oder so.
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Sonntag, 21. Februar 2010

Reise Teil 2: Kampot (Kambodscha)

Nach fast zwei Wochen ausruhen in Thailand wollen wir was sehen und brechen nach Kambodscha auf. Sihanoukville - den Badeort - lassen wir links liegen, da wir schon genug geplanscht haben, und uns der Ort auf den ersten Blick nicht wirklich anlacht. Wir fahren gleich nach Kampot einer netten ruhigen Kleinstadt - genau der richtige Ort, um sich in Kambodscha etwas einzuleben.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist Bokor Hill Mountain. Ein riesiger Ruinenkomplex auf 1000 m. Seehöhe. Knappe drei Stunden Aufstieg zu Fuß und dann noch die ungemütlichste Pick-Up Fahrt ever (ein Baumaterial Wagen ohne jegliche Federung) und wir sind oben am Faszinierenden Plateau. Hier haben die Franzosen zu Koloniezeiten ein riesiges - jetzt vor sich hinverfallendes - Hotel gebaut.

Bokor Hill.

Irgendwo zwischen gespenstisch und sehr schön stellt sich das Hotel dar, wo sich auch König Sihanouk gerne amüsiert hat.

Bokor Hill

Bokor Hill

Außer dem Hotel wurde auch noch ein Kasino, eine Kirche und einige Villen gebaut, in denen sich reiche Kolonialherren bei vergleichsweise kühlen Temperaturen amüsieren konnten. Gleichzeitig handelt es sich auch um einen strategisch bedeutenden Ort, den die roten Khmer bis lange nach dem vietnamesischen Einmarsch kontrolliert haben.

Bokor Hill

Zu Silvester machen wir einen Sonnenuntergangsfahrt auf dem Fluss und schauen gute zwei Stunden versonnen auf das Wasser, während ich im Geiste das letzte Jahr durchgehe.

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Dienstag, 16. Februar 2010

London - Herumstreunen in Hackney

Ein paar berufliche Termine bringen mich nach London und zum Glück kann ich gleich das Wochenende dranhängen. Ich war ja die letzten Jahre schon zwei Mal (hier und hier) in London und war schon neugierig, auch welche Ideen ich diesmal kommen sollte. Da kam mir das Couchsurfing Angebot, die Tage im östlichen London in Hackney zu verbringen ausgesprochen recht. Das ist eine Gegend in der ich noch nie war - und in London finde ich das Gegend erkunden und (neben Buchhandlungen) sowieso fast am spannendsten. Hackney hat jetzt nichts besonderes bieten, und meine Gastgeberin war auch etwas überrascht, dass ich da herumlaufen wollte. Aber es hat Spass gemacht. Spannend ist es auch zu sehen, wie eine Gegend (der nachgesagt wird, dass sie sehr arm) doch offensichtlich für die Mittelschicht immer interessanter wird. Obwohl gar nicht so weit draussen ist der Transport doch mühsam, da es fast keine Underground Anbindung gibt. Und so mache ich endlich persönliche und direkte Bekanntschaft mit den tollen Bussen, die sich halbe Ewigkeiten in vollkommen undurchsichtigen Bahnen durch die Stadt schlängeln,

Stoke Newington Road

Doch Olympia 2012 naht, und auch die Underground wird ausgebaut, was die Grundstückpreise sicher nicht senken wird. Und neben ruhigen aber leicht versifft ausschauenden Straßenzügen

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gibt es auch die klassischen viktorianischen Reihenhäuser aneinander aufgefädelt

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Bei der Dalston Lane gibt es dann auch noch einen durchaus charmanten Markt, der durch eine Mischung aus Gemüse, Fleischwaren aller Art, und karibischen Kasetten und Schmuck auffällt.

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Und dann gibt es auch noch die Hackney Marshes eines der vielen weitläufigen Erholungsgebiet, die sogar an einem trüben Wintertag einen gewissen Charme entfalten können.

Hackney Marshes

Insgesamt also eine nette Sache, wenn man einmal von den klassischen Attraktionen wegkommen will und auch Lust auf Gehen hat. Einen hübschen kleinen Online Guide gibt es bei Wikitravel.
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Mittwoch, 10. Februar 2010

Teil 1: Ausspannen auf der Insel

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Der Beginn unserer Reise war geprägt von Ruhe und Entspannung auf einer Insel im Südosten Thailands. Ein Hotel auf Stelzen gelegen, vom Zimmer quasi direkt ins Meer hüpfen, kleinere Fahrradausflüge, Mangrovenwälder,
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Bootsausflüge, Yoga, Massagen (in einem schicken abgelegenen auf Fastenkuren spezialisierten Resort)

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und gutes Essen. Wir sehen trotz Hochsaison wunderschöne tw. auch vermüllte einsame Strände

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und wir erklimmen im Schweiße unseres Angesichts den höchsten Berg der Insel, der uns mit einer fantastischen Aussicht belohnt.

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Nach einer guten Woche mieten wir uns in eine kleine Hütte an einem Strand in einem fast verlassenen Resort ein, lesen noch einmal ordentlich und fangen an uns auf die Weiterfahrt nach Kambodscha zu freuen.

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Mittwoch, 27. Januar 2010

Ein kühler Abend

Als mir die liebe Yogakollegin eine Mitfahrgelegenheit nach der Stunde anbietet, freue ich mich, auch wenn sie mich nur ein Stückchen mitnehmen kann, aber die Nacht ist heute doch eine äußerst kalte. Wenn ich gewusst hätte, was da kommt, wäre ich vielleicht doch gerne die 20 Minuten nach Hause gegangen - und ich hatte ja auch zwei Hosen und zwei Pullover an (was trotzdem eine weise Entscheidung war, wie sich noch herausstellen sollte).

Nach ca. 100 gefahrenen Meter stirbt nämlich der Motor ab, und es ist schnell klar, dass gar nichts mehr geht. Blöd nur, dass nicht nur sie sondern auch ich kein einziges Handy eingesteckt hatten, um den ÖAMTC anzurufen. Einen Burschen, den wir auf der Straße ansprechen, hat zwar ein Handy aber kein Guthaben mehr. Aber gut: immerhin kann man auch ohne Guthaben die Polizei anrufen, und diese bitten den ÖAMTC zu bestellen. Blöd nur, dass man dann nicht weiß, wann dieser kommen wird.

Nach mittlerweile fast einer halben Stunde in der frischen Nacht, gehen wir etwas angefroren zum Griechen um die Ecke, der uns mit einem Telefon, Schnaps und einer guten Portion Mitleid unterstützt. Ich werde zum Essen eingeladen, weil ich mich nicht einfach aus dem Staub gemacht habe, und eine Stunde später, ist das Auto abgeschleppt und ich mit dem Taxi auf dem Weg nach Hause. Kochen kann ich auch morgen wieder.
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Montag, 25. Januar 2010

Wieder da (fast)

Vor fünf Tagen bin ich übermüdet nach über fünf Wochen wieder zuhause angekommen, und war doch recht überrascht, dass ich mich eigentlich gar nicht gefreut habe, wieder da zu sein. Ist es die Kälte die mir gerade durch Mark und Bein geht, ist es der Jetlag der (wieder einmal) nicht verschwinden will oder einfach der Wunsch noch weitaus mehr Zeit in Südostasien zu verbringen, wo ich mich immer so wohlfühle? Gleichzeitig merke ich auch, welch Luxusprobleme ich habe, und dass ich mir - umgeben von bleichgesichtigen Zuhausegebliebenen - nicht wirklich Mitleid erwarten darf.

Pünktlich gegen 17:00 überfällt mich täglich die große Müdigkeit und nicht immer schaffe ich es, dieser nicht nachzugeben. Dafür wache ich dann um 4h in der Früh auf, und kann nicht mehr schlafen.Heute gegen 17:00 war ich hingegen wach - nicht nur weil wir Teambesprechung hatten, sondern auch, weil sich im Büro wieder einmal personelle Veränderungen ankündigen. Und während mir bewusst wird, dass meine gewünschte Stundenreduzierung wieder einmal aufgeschoben werden muss, frage ich mich, was ich tun kann, um ein gutes partnerschaftliches Verhältnis mit eindeutig jüngeren und unerfahrenen Mitarbeiterinnen in einer kleinen Klitschen herzustellen ....

Fürs erste hoffe ich jedenfalls, dass dieses abrupte Landen in der Realität mein Schlafverhalten positiv beeinflussen wird, und dann werden hier auch einige bis viele Fotos von meinem tollen Urlaub zu sehen sein....
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Freitag, 8. Januar 2010

Update

Ich lese einige meiner Lieblingsblogs und stelle fest, dass die Zeit nicht stehengeblieben ist, nur mein eigenes Blog schweigt seit Wochen. Das liegt ausnahmsweise nicht daran, dass ich nichts zu erzählen hätte, sondern daran, dass es fast zuviel zu erzählen gibt.

Ich weile seit Mitte Dezember in Südostasien, zuerst gute zehn Tage in Thailand - danach in Kambodscha - und ich habe noch fast zehn Tage vor mir. Der längste Urlaub seit langem und ich genieße ihn in allen Zügen. Zuerst auf der thailändischen Insel - viel Ruhe, Meer, einsame und ein bisschen bevölkerte Strände, Schnorcheln und lesen, Wandern und Radfahren, plaudern und sinnieren. Dann nach Kambodscha - eintauchen in eine neue Welt. Mit viel zu kalt klimatisierten Bussen durch das Land fahren, Wanderungen, Überbleibsel der Kolonialzeit finden, die Hitze genießen und manchmal in der Nacht darüber stöhnen, sich ein Motorrad über die Zehen fahren lassen (und außer einer Prellung nichts haben) einen Krone verlieren (und diese von einer entzückenden Zahnärztin um 20 $ wieder einsetzen lassen), versuchen die unglaubliche Geschichte dieses Landes nachzuvollziehen - die Tempel Angkor Wat (und viele andere) zu erleben (und man muss diese wirklich gesehen haben, um auch nur eine kleine Vorstellung zu haben) und fast gleichzeitig die verrückte Revolution und die Greueltaten der roten Khmer einsickern lassen - während Europa für mich weit weg ist und anscheinend im Schneechaos versinkt.

Über zehn Tage bleiben noch bevor ich wieder zurückkomme und danach werde ich entweder hier einiges zeigen oder an einen anderen Ort. So ein langer Urlaub bringt auch einige Ideen mit sich, das Online Leben zu ändern. Bis dahin wünsche ich allen verbliebenen LeserInnen nachträglich ein schönes neues Jahr.
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Montag, 14. Dezember 2009

Berlin Dezember 1989

Looking back, at a trip to Berlin in December 1989 which was important for me, not mainly because of the historical period(something I was only unconscious aware of) but also because of my decision to go to university to study.

Als ich im Dezember 1989 Hals über Kopf nach Berlin gefahren war ich nicht auf der Suche nach einem neuen deutschen Freiheitsgefühl oder dem Wunsch Momente der Geschichte mitzuerleben. Diese waren mir wohl nur sehr bedingt bewusst. Vielmehr wollte ich - und das konnte ich in dieser Form damals nicht formulieren - eine untergehende Welt noch einmal sehen. Nach Berlin bin ich als Teenager gefahren und hatte das Gefühl Freiheit zu kosten. Lag es an der Stadt oder an der Tatsache, dass ich als Vierjährige hier vier "revolutionäre Monate" mit meinem Vater verbringen durfte oder an dem eigenartigen Mikrokosmos (der übrigens gar nicht so klein war) der innerhalb dieser Mauer über die Jahrzehnte entstand.

Gleichzeitig war ich auch auf der Flucht vor mir selbst. Während ganz Osteuropa im Umbruch war, war ich (wieder mal) damit beschäftigt meine Ausbildung abzubrechen. Berlin war wohl der richtige Ort diesen Entschluss zu fassen. Kurze Zeit danach habe ich mich entschlossen auf die Uni zu gehen. Eine gute Entscheidung, die mir sehr spannende universitäre Jahre gebracht haben und meine innerliche Zerrissenheit für einige Zeit lindern konnte.

Aus meinem Tagebuch von damals:

Dieser dauernde Zwiespalt mit sich selbst. Nicht einmal entscheiden können, was ich eigentlich will. Ich bin ein Puzzle, aber die Teile passen irgendwie nicht zusammen.


Die damaligen Demonstrationen gegen die Wiedervereinigung haben jedenfalls spätere Entwicklungen vorweggenommen,
auch wenn allen klar war, dass die DDR so nicht wünschenswert war.

Für mich bleibt von diesem Herbst 1989 jedenfalls übrig (abgesehen von der Tatsache, dass ich mich recht alt fühle, weil ich mich daran doch recht gut erinnere), dass ich hin- und hergerissen war. Zwischen den Umwälzungen in Osteuropa (die eher beängstigend als wünschenswert waren - wohl weil wir geahnt haben, dass die Umwälzungen bei allen Vorteilen die Welt nicht besser machen) und den persönlichen Umwälzungen, die mich zum Studium und somit in eine neue spannende Welt gebracht haben.

Berlin 1989

Berlin 1989

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Sonntag, 13. Dezember 2009

Wien, Style Hotel

Letztens war ich in Wien und hatte einen Termin im sehr stylischen Style Hotel - welches das Motto "Art Deco reinvented" zumindestens in der Lounge und Bar sehr vorbildhaft und geschmackvoll umsetzt. Da musste ich doch die Kamera zücken, und einmal schauen, was das kleine Ding bei schlechter Beleuchtung so hergibt.

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lamamma - 9. Apr, 10:16
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lamamma - 9. Apr, 09:04

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