Die Russen kommen
Es ist eine echte Realsatire. Eine Tourismusdirektorin spricht von einer Kontingentierung von russischen Gästen (eine Entscheidung, die übrigens jedes Hotel ganz für sich alleine treffen kann - soferne es sich das leisten kann) und die ORF Welt scheint in Aufruhr zu sein. Allerorts wird eilig versichert, wie erwünscht russische Gäste sind, was für gute Gäste sie sind etc. Blöderweise wird auch kurz Bezug genommen auf trinkende Gäste aus anderen Ländern ("Nur die Österreicher, meint eine russische Touristin, die trinken eigentlich nicht" - soviel zur selektiven Wahrnehmung der lokalen Bevölkerung im Urlaubsland), womit implizit davon ausgegangen wird, die russischen Gäste trinken viel.
Ich erinnere mich an die Piefke Saga, die sehr böse sowohl über die deutschen Gäste als auch ihre österreichischen Gastgeber hergezogen ist - und merke gewisse Parallelen. Natürlich bringen die "Russen" viel Geld - insbesondere im berühmten Jännerloch. Und die österreichische Tourismusindustrie hat bekanntlich noch nie ein Problem gehabt, auf die Bedürfnisse von gut zahlenden Gästen einzugehen. Allzu auffällige Hofknickse machen sich jedoch auch nicht gut.
Ich verabschiede mich hiermit für die nächsten drei Tage, die ich auf Thermenurlaub verbringe (sollte ich russische Gäste antreffen - was ich nicht annehme - werde ich berichten). Ich hoffe auf Anmerkungen - und werde dazu nach meiner Rückkehr Stellung nehmen.
Ich erinnere mich an die Piefke Saga, die sehr böse sowohl über die deutschen Gäste als auch ihre österreichischen Gastgeber hergezogen ist - und merke gewisse Parallelen. Natürlich bringen die "Russen" viel Geld - insbesondere im berühmten Jännerloch. Und die österreichische Tourismusindustrie hat bekanntlich noch nie ein Problem gehabt, auf die Bedürfnisse von gut zahlenden Gästen einzugehen. Allzu auffällige Hofknickse machen sich jedoch auch nicht gut.
Ich verabschiede mich hiermit für die nächsten drei Tage, die ich auf Thermenurlaub verbringe (sollte ich russische Gäste antreffen - was ich nicht annehme - werde ich berichten). Ich hoffe auf Anmerkungen - und werde dazu nach meiner Rückkehr Stellung nehmen.
silmanja - 9. Feb, 00:58
Was aber aus der restlichen ORF und Medienberichterstattung gar nicht hervorkam: das Statement war noch viel blöder als blöd. Denn frau wollte nicht weniger Russen sondern mehr nach Kitzbühel.
D.h. zur Zeit sind es 2% und man will auf 10% erhöhen. Wahrscheinlich würde man noch lieber 15% oder 20% haben wollen, aber in vorauseilendem Gehorsam wurde auf "nicht mehr als 10%" verkürzt.
Das ist schon so etwas von blöd, dass ich es persönlich schon wieder urgeil finde.
Es passiert häufiger als man glaubt, dass Personen gegen ihre eigenen Interessen aus Ungeschicklichkeit und Beschränktheit argumentieren, aber nicht immer geht es so augenscheinlich in die Hose wie diesmal.
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Man hätte ja auch zB formulieren können, dass man nicht will, dass sie mehr als ein Ex-Finanzminister ansässig macht - oder so halt...
aber gerade kitzbühel lebt ja immer weniger von touristen und schnee als von zweitwohnbesitzern (grasser, beckenbauer und co) und deren partys - auch weg dem klimawandel zu trotzen......