All the rest .. und Tarockieren
Die letzten zwei Tage waren recht heftig. Neben dem in diesem Blog schon beschriebenen habe ich meine Wohnung an die Frau gebracht, den Mietvertrag für meine neue Wohnung unterschrieben (und gleichzeitig eine ziemlich ordentliche Kaution hinterlegt), mit meiner Schwester eine Auseinandersetzung gehabt, weil sie ihre zukünftige Wohnung (die mir gehört, und in der ich mir ein Zimmer behalte) zu einem vollkommen überteuerten Preis ausmalen lassen will, eben dieses Ausmalen auf My Hammer eingestellt, und gleich zu Anfang eine 40% Preisreduktion erzielt, eine Projektanfrage bekommen, wo ich einen Höllenlebenslauf innert kürzester Zeit abgeben muss, eine Besprechung für ein Bildungsprojekt gehabt, und dabei habe ich jetzt sicher noch etwas vergessen.....
Viel ist es also gerade - und da freue ich mich besonders,wenn mich Steppenhund anruft, um zu fragen, ob ich nicht zufällig Tarockieren kann, und womöglich auch noch Königrufen spiele. Ich glaube ein bisschen überrascht ist er schon, als ich sehr positiv überrascht bejahe. Grundsätzlich ist Königrufen, meiner Meinung nach einer der besten Kartenspiele ever. Ein relatives komplexes Regelwerk, eine gelungene Mischung aus Spielkönnen und Glück und bei manchen Spielen die besondere Situation, dass sich die Spielpartner aufgrund des Besitzes von bestimmten Karten ergeben, und dass man somit nicht sofort weiss, wer jetzt eigentlich mit wem zusammenspielt.
Früher habe ich das Spiel sehr oft gespielt. Zuerst im Volkstheater, wo ich als Garderobefrau, genug Zeit hatte - während der Vorstellung Karten zu spielen, dann mit meiner Oma, die gutbürgerliche Arztin, die eine monatliche Tarockrunde bei sich zuhause hatte.
Besonders nett war jedoch die Kartenrunde in unserem TrainerInnenlehrgang. Damals besuchte ich eine "Train the Trainer" Ausbildung. Insgesamt 25 Ausbildungstage in einem Seminarhotel. Die Ausbildung sehr gruppendynamisch mit vielen Selbsterfahrungskomponenten. Während manche TeilnehmerInnen (die Psychos nennen wir sie) auch nach dem Seminar noch bis spät in die Nacht zusammensitzen, um ihre Beziehungen zu klären, lassen wir in unserer kleinen Vierrerunde alle sozialen Geschichten los, und spielen voller Freude und doch sehr konzentriert nahezu jeden Abend mehrerere Stunden. Wir sind eine Gruppe in der Gruppe und das tut mir gut.
Danach einzelne Tarockabende, aber es wird immer schwieriger vier Leute für einen Abend zu organisieren, und später ziehe ich in die Schweiz um, und aus ist es mit Tarock.
Heute habe ich also zum ersten Mal seit mindestens 8 Jahren wieder gespielt. Verschärfend dazu kommt, dass erstens auf zwei Tischen gespielt wird, und zweitens ausser mir nur Männer anwesend sind. Obwohl ich doch etwas nervös bin, sage ich zu und freue mich voll auf das Kartenspielen. Und .... es hat sich gelohnt. Nach anfänglichen Unsicherheiten macht es mir viel Spass, ich gewinne und verliere abwechselnd. Diese Konzentration auf das Kartenspiel blendet einfach alles andere aus - in diesem Moment gibt es nur das Blatt und die anderen Spieler. Befreiend ist das.
Und dann gibt es noch eine besondere Spielsituation - ein Märchen. Dies tritt ein wenn die zwei höchsten und die niedrigste Atoutkarte in einem Stich zusammenfallen. In diesem Fall sticht die niedrigste Atoutkarte. Das schaut dann so aus:

Eine gelungene Sache - und ein bisschen Einblick in Männerrudel gibt es dabei auch noch en passant dazu. Eigentlich schade, dass ich jetzt weggehe aus Wien - an solche Spielabende könnte ich mich gewöhnen......
Viel ist es also gerade - und da freue ich mich besonders,wenn mich Steppenhund anruft, um zu fragen, ob ich nicht zufällig Tarockieren kann, und womöglich auch noch Königrufen spiele. Ich glaube ein bisschen überrascht ist er schon, als ich sehr positiv überrascht bejahe. Grundsätzlich ist Königrufen, meiner Meinung nach einer der besten Kartenspiele ever. Ein relatives komplexes Regelwerk, eine gelungene Mischung aus Spielkönnen und Glück und bei manchen Spielen die besondere Situation, dass sich die Spielpartner aufgrund des Besitzes von bestimmten Karten ergeben, und dass man somit nicht sofort weiss, wer jetzt eigentlich mit wem zusammenspielt.
Früher habe ich das Spiel sehr oft gespielt. Zuerst im Volkstheater, wo ich als Garderobefrau, genug Zeit hatte - während der Vorstellung Karten zu spielen, dann mit meiner Oma, die gutbürgerliche Arztin, die eine monatliche Tarockrunde bei sich zuhause hatte.
Besonders nett war jedoch die Kartenrunde in unserem TrainerInnenlehrgang. Damals besuchte ich eine "Train the Trainer" Ausbildung. Insgesamt 25 Ausbildungstage in einem Seminarhotel. Die Ausbildung sehr gruppendynamisch mit vielen Selbsterfahrungskomponenten. Während manche TeilnehmerInnen (die Psychos nennen wir sie) auch nach dem Seminar noch bis spät in die Nacht zusammensitzen, um ihre Beziehungen zu klären, lassen wir in unserer kleinen Vierrerunde alle sozialen Geschichten los, und spielen voller Freude und doch sehr konzentriert nahezu jeden Abend mehrerere Stunden. Wir sind eine Gruppe in der Gruppe und das tut mir gut.
Danach einzelne Tarockabende, aber es wird immer schwieriger vier Leute für einen Abend zu organisieren, und später ziehe ich in die Schweiz um, und aus ist es mit Tarock.
Heute habe ich also zum ersten Mal seit mindestens 8 Jahren wieder gespielt. Verschärfend dazu kommt, dass erstens auf zwei Tischen gespielt wird, und zweitens ausser mir nur Männer anwesend sind. Obwohl ich doch etwas nervös bin, sage ich zu und freue mich voll auf das Kartenspielen. Und .... es hat sich gelohnt. Nach anfänglichen Unsicherheiten macht es mir viel Spass, ich gewinne und verliere abwechselnd. Diese Konzentration auf das Kartenspiel blendet einfach alles andere aus - in diesem Moment gibt es nur das Blatt und die anderen Spieler. Befreiend ist das.
Und dann gibt es noch eine besondere Spielsituation - ein Märchen. Dies tritt ein wenn die zwei höchsten und die niedrigste Atoutkarte in einem Stich zusammenfallen. In diesem Fall sticht die niedrigste Atoutkarte. Das schaut dann so aus:

Eine gelungene Sache - und ein bisschen Einblick in Männerrudel gibt es dabei auch noch en passant dazu. Eigentlich schade, dass ich jetzt weggehe aus Wien - an solche Spielabende könnte ich mich gewöhnen......
silmanja - 10. Mär, 01:40
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Das war übrigens das erste Märchen, was ich je als aktiver Spieler erlebt habe.
ich habe ein märchen schon erlebt - allerdings beim----- 20er Rufen ;-) (da ist ja auch die Wahrscheinlichkeit höher...)