Samstag, 25. April 2009

Bin dann mal weg

Andere gehen bekanntlich den Jakobsweg - oder Jakobswäg - wie die Schweizer sagen (der Link geht übrigens zu einem entzückenden Lied, sehr zu empfehlen und sollte auch für Nicht Alemannen verständlich sein)

Ich hingegen gehe den Eselsweg in den Spessart - sechs Tage durch deutsche Wälder - Bin schon sehr gespannt.

Mit passender Lektüre habe ich mich auch eingedeckt -

Das Wirtshaus in Spessart - Ja, das ist nicht nur ein Film, sondern eine Märchensammlung von Hauff. Sinnigerweise sind es genau sechs Geschichten - Für jeden Tag eine Geschichte

Riemenschneider - Die Geschichte des Holzschnitzers Tilman Riemenschneider, der in der Gegend gelebt hat. Und ich habe in meinen Führer entdeckt, dass ich sogar an einem seiner Altäre vorbei komme.

Ich freue mich - nur die Wettervorhersage ist leider nicht so berauschend!

Bis bald
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Donnerstag, 23. April 2009

St. Gilgen - St. Wolfgang - noch ein Klassiker

Route: Von St. Gilgen über Fürberg, Falkenstein nach Ried und St. Wolfgang. Zurück gehts mit dem Schiff nach St. Gilgen (man kann auch schon bei der Schafbergbahn in das Schiff steigen, wenn man nicht scharf auf das sehr touristische St. Wolfgang ist)


Wanderroute 161400 - powered by Wandermap 

Dauer: Ca. 3h
Verbindung: Gute Busverbindungen von Salzburg nach St. Gilgen


Das ist wirklich eine der ganz schönen, kleinen, feinen Wanderungen hier in der Gegend. Dieser Abschnitt des Wolfgangsees ist an manchen Stellen so malerisch und kitschig, dass man sich auch wie in einem Freilichtmuseum vorkommen kann. Meine englische Begleiterin ist immer wieder ganz versonnen stehen geblieben, und hat einfach nur genossen.

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Mittwoch, 22. April 2009

Schöne Widersprüche

Gestern hatte ich einen eigenartigen Abend. Zuerst eine schöne, anstrengende Yogastunde, die mit einem wunderschönen Rilke Gedicht zum Thema Geduld endete. Danach ins Kino gesprintet - und über zwei Stunden über Che Guevaras Guerillakampf in Kuba gesehen - Che - el Argentino. Revolution und Geduld passen ja irgendwie nicht so gut zusammen - und so war dieser Abend auch irgendwie ein Revue passieren meiner eigenen Geschichte....

Bevor ich jetzt aber zum zweiten Teil des Films sprinte (der sich übrigens mit dem dramatischen endenden Guerillakampf Che´s in Bolivien beschäftigt) hier noch das Rilke Gedicht.

Man muß den Dingen
die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen – und
dann gebären ....

Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
daß dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch !

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit ...

Man muß Geduld haben
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.


(Rainer Maria Rilke)
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Montag, 20. April 2009

Ein Klassiker: Rund um den Fuschlsee

Route - von Fuschl am See immer am Ufer entlang einmal um den See herum. Details hier:

Wanderroute 154791 - powered by Wandermap 
Anfahrt: Von Salzburg gute Busverbindungen nach Fuschl - Strand.
Dauer: 2,5 -3 Stunden

Route ist eigentlich nicht zu verfehlen und das ganze Jahr wunderbar zu gehen, besonders schön, natürlich an herrlichen Frühlingswochenenden, wo man schon bibbernd die Zehen ins Wasser stecken kann. Während das Südufer einfach hübscher Wald mit Wiesen ist, hat das Nordufer fast mediterrane Anwandlungen. Besonders hübsch auch die vielen Badeplätze. Auch die privaten - falls hier jemand sowas zum Verpachten hat, bitte bei mir melden - ich hätte Interesse ;-)

Einkehren empfiehlt sich in einem der vielen Gaststätten im Ort Fuschl, am besten mit direkten Seeblick wo man noch einmal so richtig schön die Seele baumeln lassen kann.

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Sonntag, 12. April 2009

Vergessen

Ach ja, und dann hatte ich letzte Woche noch meine Zahn OP, die mich um zwei Zähne erleichtert hat. Ich erinnere mich allerdings nur ganz bruchstückhaft daran, dank einer kleiner Pille, die einen fast umhaut, und wenig an Erinnerungen zurücklässt - retrograde Amnesie heißt das im Fachjargon.

Wie der Arzt mich am Arm packt, kurze Erinnerungen an die OP selber, wie die liebste Freundin nach der OP am Ende vom Gang steht, wie ich Stunden später voller Genuss Erdäpfelpüree mit Spinat esse - das weiß ich noch. Dass ich Kontrolltermine vereinbart habe, mit dem Taxi nach Hause gefahren bin und auch zwischen den ganzen nachmittäglichen Schlafanfällen durchaus redefähig war - daran erinnere ich mich nicht mehr.

Jedenfalls habe ich in den Folgetagen fast keine Schmerzen, fühle mich wieder halbwegs fit, und schaue mit weitaus weniger Angst auf die nächsten Zahnarzttermine...
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Polnische Begegnung

Ein kanadisches Pärchen war letztens bei mir zu Besuch und wir hatten einen wunderschönen Spaziergang am Kapuzinerberg und dann auch noch ins Bräustüberl. Interessanter Aspekt war, dass beide in Polen wohnen, weil Sie polnische Wurzeln hat und weil Er dort Medizin studieren kann - was ihm in Kanada nicht möglich war. Da gibt es offensichtlich eine Universität in Krakow die nur Engländer und Amerikaner in Medizin ausbildet. Der dritte im Bunde war ein entzückender Windhund, mit dessen Hilfe wir mit unzähligen Leuten ins Gespräch gekommen sind.

Eigenartig, war dann ein Mönch der uns angesprochen hat. Wie die zwei erzählt haben, dass sie aus Krakau kommen. Auf einmal leuchten seine Augen auf, und erzählt, dass sein Vater im Krieg in Krakau war, und wie schön es nicht sei, und dass er auch einmal hingefahren sei. Ich wundere mich immer wieder - wie können ehemalige Wehrmachtssoldaten voller Begeisterung von den Orten ihres Einsatzes erzählen? Aber auch: wie unsensibel ist es, dies den Nachfahren der damaligen Kriegsopfer unter die Nase zu reiben?
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Freitag, 3. April 2009

Europa arbeitet - und Silmanja auch....

Ja es geht weiter rund. Für unseren Kongress muss die erste Programmankündigung raus und auch sonst sind da so einige Projekte allerortens zu bearbeiten. Wenn ich dann noch dauernd zwischen Wien und Brüssel hin- und herfahre (nicht nur aber auch um leckere Schokolade zu kaufen), dann wird es langsam dicht.... Ach ja, und eine neue Mitarbeiterin haben wir auch, die benötigt auch ein bisschen Aufmerksamkeit...

Nach Brüssel zu fliegen ist übrigens mit hoher Promidichte verbunden. Am Montag mit MEP Voggenhuber hin (der Herr muss ja auch quasi zur Arbeit fliegen) und am Dienstag sowohl mit der ehemaligen Außenministerin, als auch mit der jetzigen Justizministerin zurück - der Mittwochflieger war ansonsten mit einer Agrarexkursion besetzt - irgendwie war da alles sehr ÖVP lastig.

Und obwohl ich in den letzten Jahren doch so einige Male in Brüssel war, hatte ich noch nie die Gelegenheit das Europaparlament zu sehen. Das durfte ich diese Woche nachholen. Also groß aufregend ist das Ganze nicht - aber andererseits natürlich schon eigenartig diese Sesselreihen zu sehen wo über 750 Menschen Platz haben müssen (die ganzen sonstigen Angestellten und Dolmetscher sind da noch gar nicht mitgerechnet) - Und man versteht, wenn man sich den politischen Prozess in der EU wieder einmal vor Augen führt, doch recht gut, warum sich außerhalb von Brüssel niemand für die EU interessiert. Es ist trocken, schwer verständlich, bürokratisch und alles sehr undurchsichtig - da haben sich schon viele Leute den Kopf zerbrochen, wie man das alles spannender und transparenter machen könnte. Wirklich gelungen ist es bis jetzt noch nicht.

Aber der Plenarsaal ist schon irgendwie beeindruckend......

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Montag, 23. März 2009

Moderne Nomadin

Irgendwie bin ich im Netz ja immer auf der Suche nach was neuem. Nun habe ich mir etwas ausgesucht, was auch Auswirkungen auf mein Reallife haben könnte. Ich habe mich bei Couchsurfing angemeldet. Und da ich in einer touristisch durchaus attraktiven Stadt wohne, haben die ersten Anfragen auch nicht lange auf sich warten lassen.

Nun hatte ich bis gestern meinen ersten Gast. Und ich durfte Einblick in ein eigenartiges nomadisches Leben bekommen. M. kommt aus einem baltischen Land und ist in London Kindermädchen. Sie arbeitet immer 1-2 Wochen in der Familie und wohnt dann auch dort, während sie durchgehend im Dienst ist. Wenn sie dann frei hat reist sie mit englischen Billigfluglinien quer durch Europa. Nicht nur weil sie gerne reist, sondern auch weil sie keine fixe Unterkunft in London hat, und das Leben unterwegs für sie weitaus billiger ist, als in London ein Zimmer zu mieten. Nach Hause zu ihrem Mann fährt sie etwa einmal im Monat.

Auch eine Art mit horrenden Wohnungspreisen umzugehen und gleichzeitig in der Weltgeschichte herumzugondeln. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht und ich freue mich schon auf weitere Begegnungen...
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Sonntag, 15. März 2009

Naci en Alamo (aus Vengo)

Ein ganz eigenartiger Film - Vengo (Beschreibung leider nur auf französisch). Am besten hat mir eigentlich die Musik gefallen. Und am allerbesten dieses Lied-

Naci en Alamo



No tengo lugar
Y no tengo paisaje
Yo menos tengo patria

Con mis dedos hago el fuego
Con mi corazon te canto
Las cuerdas de mi corazon lloran

Naci en al amor
Naci en al amor
No tengo lugar
Y no tengo paisaje
Yo menos tengo patria

Ay cuando canta(n), con tus dolores nuestras mujeres te hechizan

I came from nowhere
I have no landscapes
I have no homeland

With my fingers, I can start a fire
With my heart, I sing to you
And my heartstrings throb

I was born of love
I was born of love
I have no place
I have no landscapes
I have no homeland

When they sing, with your sorrow (pain), our women enchant you (put a spell on you)

Lyrics via diesem nettem Thread
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Sonntag, 1. März 2009

Ein Monat

Und kaum schaut man hin, ist das Monat schon wieder vorbei. Da sitze ich nun am Sonntag Abend, ärgere mich (wieder einmal) über das Wahlergebnis und blicke auf ein tolles Monat zurück, von dem das beste leider so pikant ist, dass ich mich darüber hier nicht ausbreiten kann.

Einiges habe ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder gemacht. Schifahren zum Beispiel. War mir zuletzt irgendwie immer zu teuer, zuviel Action und ökologisch korrekt ist es auch nicht wirklich. Doch bei den jetzigen Schneemengen mußte ich es einfach wieder probieren, weil ich irgendwie der Meinung war, wenn ich es jetzt nicht wieder mache, dann fange ich gar nicht mehr damit an. Und so habe ich es sogar geschafft, einen Betriebsausflug auf der Piste zu organisieren. Trotz schlechtem Wetter und Schneefall, hat das Schifahren sehr viel Spaß gemacht - und es tatsächlich so: man verlernt es nicht, auch wenn es ein bisschen holpert. Andere Dinge verlernt man übrigens auch nicht....

Ansonsten habe ich ein paar Tage grippig im Bett verbracht, um gleich darauf eine mehrtägige Dienstreise nach Brüssel zu machen. Dort war es- wie meistens - ziemlich anstrengend. Immer hübsch angezogen sein, mit viel zu hübschen Schuhen, viel zu lang über das dortige Kopfsteinpflaster hoppeln, viel Bier trinken und Fritten essen. Gleichzeitig hatten wir auch noch eine Stelle ausgeschrieben, auf die sich knapp 60 BewerberInnen gemeldet haben. Da gibt es viel zu lesen und Gespräche zu führen. Das Ergebnis hat nun leider auch für eine betroffene Person im direkten Umfeld für Unmut gesorgt, was an mir auch nicht ganz spurlos vorübergeht.

Gekoppelt mit einem insgesamt höheren Arbeitsaufwand, ist also der Monat nur so dahingeflutscht - und das Blog doch ziemlich leer geblieben. Ob Besserung in Sicht ist, traue ich mich gerade nicht abzuschätzen. So wie es ausschaut bin ich in den nächsten zehn Tagen in Wien, Bad Ischl und Brüssel. Ich werde mich jedenfalls bemühen die Frequenz wieder zu erhöhen. Bis demnächst....
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Mittwoch, 4. Februar 2009

Lichterlabyrinth

Am Montag bin ich zufällig über das Lichterlabyrinth gestolpert. Sehr hübsche Sache, ein Labyrinth aus Kerzen untermalt mit sphärischer Musik. Da musste ich mich doch glatt zum ersten Mal an einem Film probieren:



Und ein paar Fotos habe ich dann auch noch gemacht.

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Dienstag, 3. Februar 2009

Renaud - les Bobos

Da hier über Bobos diskutiert wurde, möchte ich es nicht verabsäumen, einen künstlerischen Beitrag zu dem Thema zu posten. Bobos gibt es nicht nur in Österreich sondern zumindestens auch in Frankreich und eigentlich überall, wo der Wohlstand sich ausgebreitet hat. Doch niemand hat sie so schön und prägnant beschrieben wie der französische Sänger Renaud. Da ich weiß, dass zumindestens einige meiner LeserInnen französisch können, hier nun die Erklärung:

Renaud - Les Bobos
(bei Verständnisfragen, bitte wie üblich einfach melden)



On les appelle bourgeois-bohêmes
Ou bien bobos pour les intimes
Dans les chansons d'Vincent Delerm
On les retrouve à chaque rime
Ils sont une nouvelle classe
Après les bourges et les prolos
Pas loin des beaufs, quoique plus classes
Je vais vous en dresser le tableau
Sont un peu artistes c'est déjà ça
Mais leur passion c'est leur boulot
Dans l'informatique, les médias
Sont fiers d'payer beaucoup d'impôts

Les bobos, les bobos
Les bobos, les bobos

Ils vivent dans les beaux quartiers
Ou en banlieue mais dans un loft
Ateliers d'artistes branchés,
Bien plus tendance que l'avenue Foch
Ont des enfants bien élevés,
Qui ont lu le Petit Prince à 6 ans
Qui vont dans des écoles privées
Privées de racaille, je me comprends

Ils fument un joint de temps en temps,
Font leurs courses dans les marchés bios
Roulent en 4 x 4, mais l'plus souvent,
Préfèrent s'déplacer à vélo

Les bobos, les bobos
Les bobos, les bobos

Ils lisent Houellebecq ou Philippe Djian,
Les Inrocks et Télérama,
Leur livre de chevet c'est Cioran
Près du catalogue Ikea.
Ils aiment les restos japonais et le cinéma coréen
Passent leurs vacances au cap Ferret
La Côte d'Azur, franchement ça craint
Ils regardent surtout ARTE
Canal plus, c'est pour les blaireaux
Sauf pour les matchs du PSG
Et d'temps en temps un p'tit porno

Les bobos, les bobos
Les bobos, les bobos

Ils écoutent sur leur chaîne hi-fi
France-Info toute la journée
Alain Bashung Françoise Hardy
Et forcément Gérard Manset
Ils aiment Desproges sans même savoir
Que Desproges les détestait
Bedos et Jean-Marie Bigard,
Même s'ils ont honte de l'avouer
Ils aiment Jack Lang et Sarkozy
Mais votent toujours Ecolo
Ils adorent le maire de Paris,
Ardisson et son pote Marc-O

Les bobos, les bobos
Les bobos, les bobos

La femme se fringue chez Diesel
Et l'homme a des prix chez Kenzo
Pour leur cachemire toujours nickel
Zadig & Voltaire je dis bravo
Ils fréquentent beaucoup les musées,
Les galeries d'art, les vieux bistrots
Boivent de la manzana glacée
En écoutant Manu Chao
Ma plume est un peu assassine
Pour ces gens que je n'aime pas trop
Par certains côtés, j'imagine...
Que j'fais aussi partie du lot

Les bobos, les bobos
Les bobos, les bobos
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Montag, 2. Februar 2009

Wiener Lokalrunde

Puh - heute war wieder mal so ein Montag, an dem ich mir in der Früh dachte, ich hätte gerne Erholung von dem Wochenende. Obwohl Wien sich so grau wie eh und je dargestellt hat, genoss ich äußerst umtriebige Tage dort.

- Ein spannender Gesprächstermin im Ministerium
- ein wohlschmeckendes Mittagessen bei gleichzeitigem gratis WLAN surfen im Prückl - eines der wirklich guten Wiener Kaffeehäuser mit Flair
- ein Kaffee bei netten Plaudern im Dohmmayer - Hietzing, as Hietzing can
- köstlichen französischen Stinkekäse mit guten Rotwein mit einer lieben Freundin in der leeren Wohnung meiner Eltern (die genau für die Zeit, die ich in Wien war, ein verlängertes Wochenende in der Steiermark verbrachten)
- einige Bierchen im Pontoni, ein Beisl, das schon so klassisch daher kommt, das es fast schon Kult ist
- ein Sonntagsfrühstück im Möbel, wo die Bobodichte nicht zu unterschätzen ist
- und natürlich ein herrlicher Tarockabend mit der liebsten Freundin und ihren Freundinnen.

Scheee wars, aber anstrengend - das nächste Wochenende wird wieder mehr gelümmelt.
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Montag, 26. Januar 2009

Zwei feine Tage

Nach der Installation einer neuen Digibox am Samstag war ich kurz in Versuchung meinen Besuch auf der Yogakonferenz abzusagen und das Wochenende am Sofa bei vielen tollen Fernsehprogrammen (z.B. alle Spartensender von ZDF und ARD, Phoenix und SF1)zu verbringen. Ein Moment der Einsicht hielt mich davon ab - wenn das Fernsehprogramm einen daran hindert etwas zu unternehmen dann stimmt ja auch was nicht. (einmal habe ich mich vom Fernsehprogramm zum zuhausebleiben verführen lassen, aber das war immerhin das Kampusch Interview).

Und so habe ich gestern in Wels vier (!!) Yogastunden hintereinander genießen dürfen - und es war wirklich ein Erlebnis - so langsam den ganzen Körper selber durchzukneten und gleichzeitig mit manchmal mehr und manchmal weniger erhellender Yogaphilosophie eingehüllt zu werden.

Heute in der früh dann gleich ins Bergdorf - wo unser Hauptbüro ist. Bewerbungen für unsere Ausschreibung durchgehen (dazu vielleicht ein anderes Mal mehr - es ist wirklich faszinierend, wieviel man bei Bewerbungsschreiben falsch machen kann), die Kollegin in unser CMS einschulen, und noch einen Geburtstag feiern (mit Sekt). Ach ja, und das OK zu meiner Gehaltserhöhung habe ich auch noch bekommen (Was mit einem Schnaps begossen werden musste). Durchaus erfolgreich der Tag also.

Der mit dem Feiern verbundene Alkoholkonsum, hat mich dann recht illuminiert in Richtung Bahnhof geführt und die Zeit zurück nach Salzburg habe ich schlafend verbracht - Jetzt bin ich fast wieder eine Spur zu munter. Dabei sollte ich mich doch schonen - am Mittwoch geht´s schon wieder nach Wien.
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Montag, 19. Januar 2009

Hellbrunner Spaziergang

Route

Wanderroute 114493 - powered by Wandermap 

Während die österreichischen Grünen das Urgestein aus Salzburg, Johannes Voggenhuber, anlässlich der Listenwahlen für die Europawahl in die Pension schicken, gehe ich für einen Sonntagsspaziergang an einen Ort, wo die Salzburger Bürgerliste, Voggenhubers politische Heimat entstand - die Hellbrunner Allee.

Sie gilt als weltweit älteste erhaltene herrschaftliche Allee und ohne den Einsatz der Bürgerliste wären die anliegenden Grünflächen heute verbaut. Über drei Kilometer geht es so auf der Allee dahin...

Hellbrunner Allee

Am Ende dann das Schloss Hellbrunn - Im Sommer einer der Hauptattraktionen mit den berühmten Wasserspielen. Im Winter ein schöner Park zum Spazierengehen. Mich zieht es gleich zum Hellbrunner Berg - wieder so ein Salzburger Stadtberg der einfach so in der Gegend herumsteht. Dort gibt es die Stadtaussicht (wie auf jedem der vielen Salzburger Stadtberge - diese Stadt ist irgendwie eine Aussichtsstadt). Neben den schönen Blick auf die Festung ist aber auch der Blick auf den direkt darunterliegenden Schlosspark gerade im Winter sehr schön - bei Schneelage sind die barocken Gartenstrukturen besonders nett zu erkennen.

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Weiter auf dem Hellbrunner Berg kommt man zu einem Kleinod - das Steintheater - die älteste Freilichtbühne nördlich der Alpen (schon wieder ein Superlativ!). Im 17. Jahrhundert wurde in einem alten Steinbruch eine verspielte Bühne in Stein gehauen, und angeblich fand hier auch die erste Opernaufführung im deutschsprachigen Raum statt. Sehr schön und faszinierend durch diesen klammartigen ehemaligen Steinbruch zu gehen.

Steintheater

Steintheater

Vom Steintheater ist nur mehr ein Katzensprung am Tiergarten vorbei nach Anif. Von dort fährt sogar am Sonntag dreimal in der Stunde ein Bus in die Stadt - für Salzburger Verhältnisse ist das viel!
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