Sonntag, 21. September 2008

... und weg

Huch schon wieder ist ein Jahr vergangen und unser großes alljährliches Event in den Bergen steht vor der Haustür. In nur wenigen Tagen fahre ich wieder für knappe zwei Wochen dorthin. Die Vorzeichen sind ein erhöhter Stresslevel in der Arbeit, alles wird umtriebig und die Mails zischen nur so dahin. Dann gilt es auch noch Vorbereitungen zu treffen.

Der Versuch meinen guten Anzug hier in der Stadt noch reinigen zu lassen war nicht von Erfolg geprägt. Die Annahmestelle hier in der Altstadt hat nur vom späten Vormittag bis in den Nachmittag geöffnet - unmöglich für mich da hinzukommen. Und der Versuch einmal schon um 5h das Büro zu verlassen, um eine Wäscherei vor sechs Uhr zu erreichen, hat mich direkt in die Salzburger Rush Hour und zu einem Wutanfall über die hiesige nicht vorhandene Verkehrspolitik geführt - auf einmal hat die ansonsten 10 minütige Busfahrt eine Stunde gedauert. Und dann habe ich mir gestern noch brav Konferenzschuhe gekauft und massenhaft Wäsche gewaschen.

In zwei Tagen bin ich dann weg. Neuigkeiten von mir dann vor allem über Twitter. Machts es gut und wünscht mir Glück für den Event.
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Freitag, 19. September 2008

Ausgezeichnet

I-love-your-blog

Oh wie süß! - Viennacat hat mein Blog ausgezeichnet! Vielen Dank, das freut mich sehr - obwohl ich doch mein Blog in letzter Zeit so vernachlässige und immer mehr komischen spezifischen Content draufstelle. Sieben Blogs soll ich jetzt auszeichnen - und somit die Pyramide weiter wachsen lassen. Mal schauen -wieviele es bei mir werden.




1) Acqua - die schon seit so langer Zeit einen so angenehmen und immer wieder berührenden Einblick in ihre Gewässer gibt

2) Steppenhund - dessen Lebendigkeit in all seinen Ausführungen manch Jüngere ganz schön alt ausschauen lässt

3) die Fee - die leider soo selten bloggt, und doch schon zum zweiten Mal ausgezeichnet wird - wenn sie es denn tut, ist es immer wieder ein Vergnügen (liebe Fee, lass dich nicht stressen von den Awards und freu dich einfach über die Auszeichnungen - du musst sie ja nicht abholen und wenn du das Bild abholst, musst du es nicht weiterreichen)

4) Ursula die auf englisch über ihren Yogaweg bloggt. Als stille Leserin bin ich schon lange dabei

5) Sternenstaub - die so schön von der Leber weg schreibt, dass man immer irgendwie mitfiebert.

6) Walküre - die auf so charmante Weise meine alte Heimat Wien entdeckt, während ich noch immer im provinziellen Exil bin.

7) Und schlussendlich möchte ich den Award auch an die Wiener Katze zurückgeben - nicht nur als Dank für den Award sondern vor allem für ihren netten Blog und die besondere Mischung die sie uns vorstellt.
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Dienstag, 16. September 2008

Marmeladen

Um schnelle Singleküche handelt es sich bei Marmeladen ja eigentlich nicht mehr. Da ich aber in diesem Sommer zwei äußerst erfolgreiche Marmeladenexperimente hinter mich gebracht habe, möchte ich diese hier doch verewigen, obwohl es sich schon um ziemliche Patzereien handelt (vor allem in kleinen unpraktischen Singleküchen) Um diese fruchtigen Geschmacksexplosionen zu ermöglichen benötigt es - so glaube ich- zwei Dinge. Erstens einen 1:3 Gelierzucker - und zweitens geschmackvolle und gut reife Früchte. So bin ich am Markt immer zu ein paar Ständen gegangen um mich in Ruhe durch die Zwetschgen und Erdbeeren durchzukosten, und habe mir dann, vor allem bei den Zwetschgen, auch die besonders reifen und ein bisschen weichen Früchte geben lassen.

Also

Die Zwetschgen-Apfel Marmelade

Ca 1,2 kg Zwetschgen und 0,6 kg Äpfel sehr klein schneiden (geschnitten und entkernt sollten dann 1,5 kg Obst rauskommen) und in einen großen Topf geben. Ein halbes Kilo Gelierzucker (1:3) dazugeben. Eine Stange Zimt hinzufügen. Nachdem alles ein bisschen aufgewärmt ist, das Ganze mit dem Stabmixer pürieren. Dann warten bis das Gebräu kocht, den Schaum abschöpfen und noch vier Minuten köcheln lassen. Die Marmelade in die vorbereiteten sterilen Gläser füllen.

Die Erdbeer-Rhabarber Marmelade

Funktioniert eigentlich genauso wie die obige Marmelade. Einfach ein Kilo Erdbeeren und ein halbes Kilo Rhabarber verarbeiten (ohne Zimt)
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Mittwoch, 10. September 2008

Rund gefeiert

Die letzten Monate habe ich mich immer vor diesem sich nähernden Geburtstag gefürchtet - wenn dann auf einmal die große vier davorsteht. Dieses Bewußtsein, dass sich immer stärker festsetzt - nicht mehr jung zu sein, und einen guten Teil des Lebens schon hinter sich zu haben. Oder besonders perfide - fast so alt zu sein, wie die Mutter eines Praktikanten bei uns. Gleichzeitig ist aber auch in den letzten Monaten so ein Gefühl der (nicht lachen) Reife und Lebenserfahrung dazugekommen - und das fühlt sich wiederum sehr gut an.

Und genauso gleichzeitig sind mir in den letzten Wochen mehrere Meinungen zugetragen worden, dass die Zeit ab 40 für viele so eine positive Lebensspanne darstellt - wo man weiß was man will und kann (naja - nicht ganz aber fast). Und dann hatte ich noch einen ausgesprochen guten Sommer. Ein guter Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit - schöne Wanderungen auf der einen Seite und eine sehr erfolgreich verlaufene Tagung, mit vielen Promis, die ich hauptverantwortlich organisiert habe. Zum Drüberstreuen hat sich auch noch die schon im Vorjahr vorgenommene Ernährungsumstellung auf einmal unter den immer stärker schlabbernden Hosen bemerkbar gemacht und von vielen Leuten habe ich sehr positive Rückmeldungen bekommen, wie schlank und gesund ich derzeit ausschaue.

Jedenfalls war ich dann ganz guten Mutes, wie ich zu meinem Geburtstagswochenende am malerischen Wolfgangsee, im Kreise der Familie und einer kleinen aber feinen Auswahl an Freundinnen, aufgebrochen bin. Und es war eine äußerst erquickliche Erfahrung. Bei wunderbarem Wetter verging der Nachmittag badend am See, Würstel und Kuchen essend und ganz viel plaudernd, ganz angenehm plätschernd dahin. Am Abend schön gegessen und bis 1h in der Früh auf der Terrasse gesessen. Am Sonntag dann noch eine feine gemeinsame Wanderung bei langsam einsetzenden Regen bevor wir alle nach Hause gefahren sind.

Dieses Wochenende wird mir, glaube ich, noch lange in Erinnerung bleiben. Besonders nett war auch zu sehen, dass mich mit allen Anwesenden schöne gemeinsame Geschichten verbinden. Und so blicke ich derzeit voller Zuversicht, auf das was die nächsten Jahre so bringen werden....
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Dienstag, 26. August 2008

A walk in the woods

walkinthewoodsManchen mag ja schon aufgefallen sein, dass ich in letzter Zeit wieder ein bisschen öfters wandernd unterwegs gewesen bin. Da ist mir jenes Buch gerade recht gekommen. Was habe ich es verschlungen - allerdings in zwei Teilen - da dieses Buch mir gemeinsam mit allen anderen Sachen (welch Ironie) beim Wandern abhanden gekommen ist, und ich es erst nach über einer Woche wieder durch Nässe stark gewellt zurückerhalten habe.

Erzählt wird eigentlich nur die Geschichte einer Wanderung- einer sehr langen Wanderung allerdings - der Versuch den Appalachian Trail zu erwandern. Das ist keine triviale Sache; handelt es sich doch um einen der längsten Fernwanderwege der Welt. Wie das Ganze erzählt wird, hat allerdings größten Charme. Einerseits wie naiv der Autor an das Thema herangeht und auch wie offen er darüber erzählt, wie schwer ihm das Gehen oft fällt, und wie sehr er doch gegenüber anderen Wandernden zurückfällt. Wer schon einmal länger wandernd unterwegs war, wird vieles wiedererkennen - sowohl an Gefühlen als auch an Menschentypen, die er schilder. Gleichzeitig ist das Ganze auch sehr witzig.

Neben der Darstellung des Wanderns erzählt der Autor aber andererseits auch die Geschichte des Wanderweges und würzt dies noch mit viel Regionalgeschichte die ihm am Weg unterkommt. Beispielhaft sei hier nur auf Centralia verwiesen - ein Geisterort, unter dem seit 40 Jahren die Kohlenmine vor sich hin brennt - unglaublich. Für mich natürlich auch besonders interessant, die Geschichten von ehemaligen Tourismusdestinationen bzw. von den ursprünglichen touristischen Träumen der Wegerfinder.

Wenn ich selber unterwegs bin, bin ich ja aus unterschiedlichen Gründen sehr dankbar, jeden Abend eine Unterkunft zu haben, und etwas Warmes zu Essen zu bekommen. Nach der Lektüre bekomme ich aber doch ein bisschen Lust wieder einmal mit Zelt unterwegs zu sein. Sollte ich jemals ein Buch schreiben - in diese Richtung könnte es gehen. (wenn ich es könnte)

Mehr dazu hier.
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Sonntag, 24. August 2008

Paprika mit Tofu

Die wiederauferstandene Fee wird mit diesem Rezept nichts anfangen, da sie weder Paprika noch Tofu mag. Mir hingegen hat es nach meiner heutigen Runde sehr gemundet.

Zwei gelbe Paprika schneiden und bei mittlerer Hitze in Olivenöl anbraten. Zwei große Knoblauchzehen und frischen Thymian dazugeben. Ca eine 1/4 Stunde später 10 Deka geräucherten kleingeschnittenen Tofu dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu gibt es Reis.
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Donnerstag, 7. August 2008

Totes Gebirge

Route:
Tag 1: Almthalerhütte (mit einen Schlenker zu den schönen Ödseen) zur Welserhütte - zuerst eine Stunde in das Tal hinein, dann steil hoch zur Welserhütte) 3-4 Stunden.
Tag 2: Von der Welserhütte zur Pühringerhütte - nach einen kurzen Anstieg geht es stundenlang auf den ganz "toten" Teil des Plateaus dahin - 5-6 Stunden.
Tag 3: Von der Pühringerhütte über den steilen Sepp-Huber Steig wieder zurück ins Almtal.

Zu- und Abfahrt: Über Wels mit dem Zug nach Grünau im Almtal (danach mit Taxi zum Ausgangspunkt)


Abgesehen von meinem Missgeschick mit meiner Tasche waren es drei herrliche Tage am Berg bei mittelprächtigen Wetter, das Gehen hat wieder mal so richtig Spass gemacht. Obwohl das Tote Gebirge gar nicht so hoch ist, geht man stundenlang durch Steinlandschaften, quasi ohne Pflanzen, dahin

Totes Gebirge 2

Totes Gebirge 1
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Dienstag, 5. August 2008

Drama am Berg

Uij - da habe ich ein aufregendes Wochenende hinter mir. Bei einer feinen Wanderung im Toten Gebirge (Bericht folgt noch - hoffentlich) habe ich nach einer Pause einfach meine Tasche mit allen relevanten Sachen (Geld, Handys, Wohnungsschlüssel) liegen lassen. Einer von uns ist dann noch zurückgegangen und konnte sie nicht finden, am Abend habe ich in allen umliegenden Hütten angerufen - nichts. Eine unruhige Nacht folgte. Am nächsten Tag borgt mir eine Freundin 200 Euro, ich fahre mit dem Zug nach Hause und gehe zur Polizei, damit sie mir den Aufsperrdienst anrufen. Das machen sie auch, interessanterweise ohne zu kontrollieren, dass es sich wirklich um meine Wohnung handelt. Um 165 € ärmer, komme ich in meine Gemächer, in denen nichts fehlt (auch das Chaos hat sich leider nicht aufgelöst). Warum ich an diesem Abend meine beruflichen Mails checke weiß ich nicht (das mach ich sonst nicht am Sonntag Abend) - dort findet sich eine Nachricht von meinem Kollegen, der gerade angerufen wurde, dass meine Tasche auf einer der Hütten abgegeben wurde.

Ein paar Tage dauert es jetzt natürlich bis die Tasche zu mir kommt, da der Hüttenwirt ja nicht jeden Tag ins Tal kommt - soviel Glück im Unglück muss man aber auch einmal haben. Ansonsten wurde ich gelobt, wie gelassen ich die Sache aufgenommen habe - wie sehr ich mich über mich selber geärgert habe, war wohl von außen nur teilweise zu sehen ...
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Dienstag, 29. Juli 2008

Wien - so fein!

Ein wunderbares Wochenende in Wien hatte ich. Ein beruflicher und ein semi-beruflicher Termin, viel Essen und Trinken mit meinen Eltern, Freundinnen treffen. Besonders nett - der Samstag. Friseur, Mariahilferstrasse bummeln, Unmengen an Büchern kaufen (bitte, wer soll die alle lesen??), Donaukanal spazierengehen gehen und dann noch im Liegestuhl sitzen und Kaffee trinken am Donaukanal - so richtig sauwohl habe ich mich da gefühlt.

Auschillen am Donaukanal

Dem Hund hats auch gefallen....

Ronja
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Donnerstag, 24. Juli 2008

Kuriosität am Rande

Eigentlich hat mein Nachname einen Umlaut. Da aber im Standesamt bei dem ich eingetragen wurde die Schreibmaschine keine Umlaute hatte steht nun ein AE statt ein Ä in meinem Pass. Letzthin meinte ein Beamter zu mir, das sei komisch, weil in meinem Geburtsjahr eigentlich schon die neuen Schreibmaschinen vorhanden waren...

Und ich bin übrigens morgen weg, um wieder einmal ein paar Tage in Wien zu verbringen und einen beruflichen Termin mit privaten Vergnügungen und einem schon längst fälligen Friseurbesuch zu verbinden.
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Dienstag, 22. Juli 2008

Sesselkrieg

Wer hat Anrecht auf den schönen neuen Schreibtischsessel im Büro? Aus dieser Frage hat sich bei uns gestern ein richtiggehender kleiner Machtkampf zwischen meinen Kollegen und unserer studentischen Mitarbeiterin entsponnen.

Wochenlang hat sich unsere studentische Hilfskraft bei der zuständigen Verwaltungsstelle um einen Schreibtischsessel bemüht - da wir für vier Mitarbeiter nur drei gute Sessel hatten. Dann kam er letzte Woche endlich und die Kollegin hat sich den Tisch vor ihrem Schreibtisch gestellt - da sie ja bis dato ohne Schreibtischsessel war. Da die studentische Mitarbeiterin nur zehn Stunden in der Woche anwesend ist, konnte sie nicht mitverfolgen, wie sich mein Kollege diesen Sessel einen Tag später unter den Nagel riss.

Als sie dann am Montag wieder kam, konnte ich sie gerade noch zurückhalten den Sesseltausch kurzerhand wieder rückgängig zu machen. Den wütenden Schlagabtausch zwischen den beiden konnte ich allerdings dann nicht mehr verhindern. Unglaublich was da alles hochkommt. Da werde ich wohl noch ein Gespräch mit ihr führen müssen - und auch wenn ich nicht glaube, dass sie im Recht ist, finde ich ihren Mut doch irgendwie beeindruckend - da so drauf loszupreschen.
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Sonntag, 20. Juli 2008

Jodhaa Akbar

Das ist ein Film den ich da gesehen habe, der mich über drei Stunden an den Kinostuhl gefesselt hat. Die Geschichte des indischen Moguln Akbar und seiner Frau Jodhaa (die aber eigentlich anders geheißen hat, wie auch unter dem Link nachzulesen ist).

Ich habe ja vorher von Akbar noch nie was gehört - aber irgendwie steht indische Geschichte nicht wirklich auf unseren Lehrplänen. Aber anscheinend war er nicht gerade unrelevant (sowohl was die Ausbreitung des Reiches betrifft als auch, bezüglich der Förderung der Künste und der Versöhnung zwischen Islam und Hinduismus - wenn auch letzteres mehr als umstritten ist).

Der Film selber ist ein Historienschinke erster Güte. Beeindruckende Schlachtszenen zu Beginn, dann eine wunderschöne kitschige Liebesgeschichte, tolle Aufnahmen und ein bisschen Bollywoodfeeling mit Gesang und Tanz kommt auch noch dazu. Ein Genuss - vor allem, wenn man am nächsten Tag nicht allzu früh aufstehen muss - dann geht man nachher noch auf ein Bierchen und schwelgt im Indienfeeling...
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Donnerstag, 17. Juli 2008

Schengenland

Während Salzburg gegen seinen UEFA Qualifikationsgegner Bananz Eriwan gerade ein Tor nach dem anderen schießt, bin ich noch immer baff, dass dieses Spiel überhaupt stattfindet. Vier schlüsselspieler der Mannschaft haben nämlich kein Visum bekommen. Das ist doch eindeutig wettbewerbsverzerrend - lassen wir jetzt keine Sportler mehr einreisen, damit wir die Spiele gewinnen, oder was? Komisch nur, dass in diesem Fall die deutsche Botschaft in Armenien schuld zu sein scheint.

Schon vor kurzer Zeit mussten hier in Salzburg Konzerte von afrikanischen Gruppen (von denen eine mit Björk eine Platte aufgenommen hat, und schon einmal für den Grammy nominiert war) abgesagt werden, weil diese keine Visa bekamen.

Auch wenn ich die Einschränkung der Reisefreiheit grundsätzlich für verwerflich halte, ist damit wieder ein neuer trauriger Höhepunkt erreicht. Man möchte sich wünschen, dass die UEFA beschließt derartige Spiele außerhalb von Schengen abzuhalten, oder dass sich namhafte westeuropäische Musiker weigern bei den Salzburger Festspielen aufzutreten. Nur leider wird dies aufgrund bestehender Machtverhältnisse und finanzieller Implikationen nicht stattfinden.
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Dienstag, 15. Juli 2008

Ein kleines politisches Wunder

Politik in Österreich zeichnet sich grundsätzlich dadurch aus, dass ein Politiker (und Politikerinnen möchte ich da gar nicht ausnehmen) an der Arbeit der anderen Parteien kein gutes Haar lässt. Es ist wie ein Reflex - bei jedem Gesetzesvorschlag reagiert die Opposition gebetsmühlenartig und verdammt alles was daher kommt - vernünftige Argumente oder gar differenzierte Diskussionen sind da nicht vorgesehen. Auch innerhalb der gerade zuende gehenden Koalition war das nicht anders.

Umso mehr überrascht es, wenn ein ÖVPler, noch dazu knappe drei Monate vor der kommenden Wahl die Bildungsministerin der gegnerischen Partei lobt und sogar vorschlägt diese auch ohne die SPÖ zur Bildungsministerin zu küren (siehe hier). Was hat er sich dabei wohl gedacht. In die Wahlkampftaktik seiner Partei wird das wohl nicht passen.
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