Sonntag, 13. Juli 2008

Almlandschaften im Regen

Zwei Tage wandern im Regen - zwischen Sonnenschein, Regen und Gewittern. Von Golling über die Stahlhütte und den Königssee zum Obersee - und noch ein kleines Stückchen höher - bis uns der Regen unterbricht....

Gestartet sind wir am Freitag bei strahlender Sonne, von Golling um ins sehr malerische Bluntautal aufzusteigen. Zuerst geht es ein bisschen flach das Tal entlang, und dann im Wald stetig bergauf. Bei der ersten Alm fängt das Wetter an sich wild zusammen zu brauen. Die ersten Tropfen fallen und bevor wir anfangen können uns einen Unterschlupf zu suchen, gabelt uns der Bewirtschafter der Jochbergalm auf und bringt uns zur Alm. Dort verbringen wir einige sehr lauschige Stunden. Es regnet wie nur, die Blitze und der Donner sind sehr beeindruckend und laut - während wir auf der überdachten Veranda der Alm sitzen und Bier trinken.

Im Bluntautal (Obere Jochalm)

Auch nachdem die Sonne wieder scheint, bleiben wir noch länger auf der schönen Alm hängen, plaudern mit den vorhandenen Mountainbikern und den sehr netten Bewirtschaftern. Endlich raffen wir uns dann doch auf zum schön gelegenen Stahlhaus weiterzuwandern. Weil wir nach 19h kommen ist die Essensauswahl äußerst eingeschränkt, dafür ist das Doppelzimmer umso schöner und die Daunendecken mehr als kuschelig.

Am nächsten Tag scheinen alle unsere Pläne sprichwörtlich ins Wasser zu fallen. Nur Wolken überall und Regen. Wir beschließen Richtung Königssee abzusteigen. Flott geht es die Forststraße runter, und als wir endlich unten sind, ist das Wetter auf einmal wieder schön. Wir beschließen also mit dem Schiff über den Königsee zu fahren und auf die verwunschene Wasseralm von der anderen Seite aufzusteigen.

Der Königssee ist (und vor allem der dahinterliegende Obersee - siehe Foto) sind so schön und kitschig, dass man es fast nicht glaubt. Kein Wunder, dass sich hier die Menschenmassen tummeln.

Am Obersee beim Königssee

Wir wandern dem wunderschönen Obersee entlang und beginnen den schweißtreibenden Aufstieg. Gerade zu dem Zeitpunkt als der Klettersteig anfängt, geht der Regen auch schon wieder los. Wir beschließen umzukehren - die richtige Entscheidung - zehn Minuten später ist das Gewitter da und es regnet uns vollkommen ein.

Am Abend fahren wir dann einen Tag früher als geplant nach Salzburg - uns reicht es langsam mit dem Regen.

Fazit: Wunderbare Landschaft, schönes Gehen, ein ziemlicher Muskelkater, viele schöne Freundinnengespräche ... UND: ich muss unbedingt öfters wandern gehen .
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Mittwoch, 9. Juli 2008

London - Notting Hill Street

Manche sagen ja, die Notting Hill Street sei nur mehr touristisch und nicht mehr interessant seitdem sie zu filmischen Ehren gekommen. Vor allem am Samstag muss hier am Wochenmarkt die Hölle los sein. Ich war hingegen an einem lauen Sommerabend unter der Woche dort - und habe mich in dieser kleinen Idylle ausgesprochen wohl gefühlt.

Während im vorderen Teil der Straße alles fein herausgeputzt ist (siehe Fotos) wird es hinten ein bisschen weniger schick. Kleine Geschäfte mit nettem Angebot, Pubs, Coffeeshops zwischen kleinen ethnischen Lebensmittelläden - und auch einem feinen Thairestaurant wo ich einen köstlichen Salat auf einer Terasse hatte, bevor ich ein Pub mit einem Fussballspiel zwischen vielen unaufgeregten Engländern finden konnte.

Notting Hill Street

Notting Hill Street
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Montag, 7. Juli 2008

Zucchini Gemüse (pseudoasiatisch)

Es ist Zucchinizeit - Überall am Markt finden sich welche in verschiedenen Farben und Formen - eine Augenweide. Vor allem die gelben haben es mir angetan. Und dann habe ich auch noch einen Salat gekauft, den ich noch nicht so wirklich kannte - Römersalat, den ich vor allem gekauft habe, weil er sich ein bisschen länger hält. Man kann ihn aber auch gut zum Kochen verwenden. Und so habe ich wieder einmal etwas kreiert.

Gemahlenen Ingwer und Koriander in Butterschmalz anrösten. Zwei kleine geschnittene Zucchini dazugeben. Nach wenigen Minuten mit ein bisschen Wasser ablöschen. Dann vier bis fünf Blätter Römersalat in Streifen geschnitten dazugeben. Ein paar Minuten dünsten lassen. Abgeschmeckt wird mit Sojasauce und einem Hauch Chili.

Bei mir gab es dazu Fisch aus dem Tiefkühlfach und Erdäpfel im Ofen gebacken. Hat sehr gemundet.
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Sonntag, 6. Juli 2008

Anlässlich des US Nationalfeiertages

Während im Hintergrund "Geboren am 4. Juli läuft....

Beim Lesen eines netten Blogs bin ich über diesen Post zum amerikanischen Unabhängigkeitstag gestoßen, und habe mich dabei an dieses uralte Lied von Franz Josef Degenhardt erinnert. Natürlich atmet dieser Text die ganze Diskussion der 1970er Jahre. Trotzdem hat er immer noch etwas - wie ich finde. In den Kommentaren dort habe ich sogar den Versuch einer englischen Version hinterlassen

Ja, es ist die Sprache der Mörder
(Franz Josef Degenhardt)

Ja,
das ist die Sprache der Mörder,
die in fliegenden Festungen
bei Kaffee
Coca
Country- und Rockmusik
von ihren Mädchen sprechen
über Haiphong
oder irgendwo über Laos,
Kambodscha
und wer weiß wo noch bald
den Knopf drücken,
okay sagen.
Aber es ist auch die Sprache
von Angela Davis
und Charlie Parker
und Luther King
und von Millionen,
die schreien
und sprachlos schweigen,
die Sprache der Lieder,
die wir gern hören.
Bei aller Wut -
Vergeßt das nicht.
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Donnerstag, 3. Juli 2008

Blaue Stunde an der Themse

Das war ein schöner Moment - als am Abend eines grauen Tages das Licht auf einmal immer besser wurde, zum Abschluss meines Spazierganges in Greenwich auf einmal die wunderschöne Trafalgar Tavern vor meiner Nase auftaucht.Hier ein Bierchen trinken, während der Himmel sich immer mehr verfärbt, in einem großen Gastgarten - ziemlich nah am Wasser, melancholisch in ebendieses schauen - hat ziemlich viel Spass gemacht - in der kürzesten Nacht des Jahres

London by night
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Dienstag, 1. Juli 2008

EIn Jahr Yoga - es geht weiter

Nach einem Jahr Yoga bin ich noch immer sehr begeistert. Neben zwei Stunden wöchentlich und mehr oder weniger regelmäßigen Üben zuhause, war ich sogar auf einem Yogaurlaub und mehreren Workshops. Sogar einen kleinen Text habe ich für eine Broschüre geschrieben:

Als ich vor ca. 1 Jahr angefangen habe, Yoga zu üben, ahnte ich nicht, welche Wirkung das für mich haben würde. Schon nach der ersten Stunde wusste ich, das ist etwas für mich. Es muss die Mischung aus körperlichem und seelischem Wohlbefinden sein, das absolute Versinken in die Übungen und die Meditationen, das Gefühl, dem Körper auf sanfte und gleichzeitig anregende, fordernde Weise, Gutes zu tun. Kein Wunder, dass mir nach einigen Tagen ohne Yoga etwas fehlt. Besonders gut in Erinnerung habe ich einen einwöchigen Yogaurlaub am Meer: Drei Stunden Yoga täglich zwischen Stürmen und dem rauschenden Meer – ich glaube, ich war nie nach einer Woche Urlaub so gut gelaunt und entspannt. Im bewussten und achtsamen Umgang mit dem eigenen Körper erlange ich nicht nur höheres Wohlbefinden, sondern lerne über mich und mein Tun. Es ist eigenartig, wie viel von dieser Yogamatte auf den Alltag übertragen werden kann. Noch mehr überrascht mich, dass ich mich als kopflastiger Mensch darauf so einlassen kann

Dieses Monat mache ich nun bei einer Internetaktion - ein Monat jeden Tag Yoga - hoffentlich... Den Anfang habe ich heute in der früh jedenfalls gemacht. Hoffen wir, dass es so weitergeht....


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Sonntag, 29. Juni 2008

Letzte Runde

Bis auf das Finalspiel, waren ja die Ergebnisse der letzten Woche nicht nach meinem Geschmack - aber heute hat mit Spanien die richtige Mannschaft mehr als verdient gewonnen. Mit dem 1:0 waren die Deutschen noch gut bedient.

Das schönste an der letzten Fussballwoche war ja fast der Ladies Day, als am spielfreien Dienstag Sesseln auf der Fanzone aufgestellt wurden, und die wenigen Besucher sich bei einem lauen Abendlüftchen und Gratis Prosecco für die Damen (und auch sonst deutlich günstigeren Preisen) den wunderbaren Film "wer früher stirbt, ist länger tot" anschauen durften.

Die deutschen Fans waren heute nachmittag noch sehr laut (jetzt hört man sie zum Glück nicht wirklich). Das blöde bei den Deutschen ist halt, dass man man die Schlachtgesänge auch noch versteht ("Wenn wir verlieren, werden wir euer Salzburg demolieren" - war noch von der harmlosen Sorte).

Finale!

Die Straßenmusik hat sich zwar noch redlich bemüht -musste aber schlussendlich das Feld räumen.

Straßenmusik

Einerseits ist es schade, dass dieses spannende Spektakel nun vorbei ist. Andererseits bin ich froh, wieder ruhigere Nächte zu haben -und das Festspielpublikum ist ja bekanntermaßen weitaus ruhiger.
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Montag, 23. Juni 2008

London - Vier Tage im Zeitraffer

Tag 1: Gemütlicher Flug nach London, inmitten von Horden trauernder Schweden - Einchecken im Hotel - ein langer Spaziergang durch den Hyde Park, bis die Füsse weh tun. Danach zur Notting Hill Street - thailändisch essen, pünktlich zu Fussballbeginn ein nettes Pub gefunden - einen Engländer und eine Österreicherin kennengelernt, während die Deutschen Portugal aus dem Bewerb hauen - so ein Käse

Tag 2: Arbeiten ist angesagt - ein durchaus interessanter Kongress mit guten Kontakten - beim Abendspaziergang in der nähe vom Kings College entdecke ich ein Kleinod - die Inns of Court. Indisches Abendessen in Soho - Fussball sehe ich nur die letzten fünf Minuten der Verlängerung und das folgende Elferschießen. Trotzdem alle Tore gesehen.

Tag 3: Ein ganzer Tag London für mich. Ab in den Osten. Docks besichtigen, Naturschutzgebiete zwischen alten revitalisierten Industriegebieten. Das macht noch Spass. Die Docklands selber am Canary Wharf sind jedoch kein so tolles Erlebnis. Seelenlose Hochhäuser reihen sich aneinander - da ist kein Leben, nur Protziges. Über die Isle of Dogs gehts dann Richtung Greenwich. Aufgrund großer Müdigkeit bleibe ich auf der Couch einer Buchhandlung über zwei Stunden hängen. Greenwich ist schön auch wenn ich nicht viel sehe, dafür gibt es ein tolles Straßentheaterfestival und als ich gegen 21h30 noch auf den Hügel des Greenwich Park stehe und sich die Sonne auch einmal blicken lässt, um einen schönen Blick auf die schrecklichen Docklands zu gewähren - ist es so fein, dass ich schnell aus dem Park wegen Torsperre raus muss und dann noch ein Bierchen mit direktem Themseblick und schimmernden Abendhimmel trinke - Kein Fussball - schade, das wäre ein gutes Match gewesen.

Tag 4: Zum Abschluss Eastend - ein geführter Spaziergang durch Shoreditch voller interessanter Informationen, vor allem über die Geschichte der industriellen Revolution. Durch das East End und die Brick Lane -mit dem spannenden Markt zurück zum Bahnhof. Dort verhaspele ich mich so blöd mit meinem Koffer, dass ich es schaffe den Zug zu versäumen. Schlussendlich komme ich 35 Minuten vor Abschluss zum Check In Schalter, renne wie nur blöd, um im letzten Moment auf den Flieger zu springen. Sehr müde aber zufrieden komme ich nach Salzburg zurück und möchte bald wieder in diese verrückte Stadt.
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Mittwoch, 18. Juni 2008

Pension Almrausch

Da habe ich leider nicht gewohnt letztes Wochenende - dabei schaut es so schön verwunschen aus!

Pension Almrausch
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Donnerstag, 12. Juni 2008

Von Schweden und Türken - Alkohol und Österreichern

Am Vorabend des Matches nur Schweden in der Stadt, die die stundenlang bis tief in die Nacht hinein Schlachtgesänge von sich geben. Am Tag darauf bebt die ganze Stadt. Viele Schweden gehen in einem langen Zug von der Innenstadt bis zum Studium Stadion - die Einheimischen stehen staunend am Straßenrand. Manche glauben, ihr Auto bewachen zu müssen, und bewegen sich keinen Schritt von ihrer heiligen Kiste weg ("Sie san ja eh harmlos, aber es braucht ja nur einer kommen"). Die Luft riecht nach Bier - und letzteres wird auch außerhalb der Innenstadt zu durchaus moderaten Preisen verkauft.

Schwedische Fans

Die Glorifizierung des Alkohols ist einer der ganz eigenartigen Sachen beim Fussball. Während unter dem Jahr das Alkoholtrinken rund um die Szenelokale verboten wurde, ist dies nun wieder nahezu erwünscht - eine eigenartige Doppelzüngigkeit.

Nach dem Match sind die Schweden gutgelaunt aber weder laut noch randalierend. Die Stadt brummt - wäre es nicht finster, würde ich glauben es ist ein ganz normaler Tag, bis auf die Bierfahnen die sich durch die Gassen ziehen. Aber sonst: kein Gebrülle, keine Gesänge - nichts - so komme ich zu einer ruhigen Nacht.

Am Tag darauf ist kein Match mehr in Salzburg dafür spielt die Türkei, und schmeißt die Schweiz in der letzten Minute aus dem Wettbewerb. Während im Fernsehen Bilder der feiernden türkischen Fans in Wien zeigen, findet der Spuk hier schnell ein Ende. Genau zehn Minuten nach dem Match - ziehen die türkischen Fans, laut trommelnd singend durch die Straße - auf ihrem Weg von der Fanzone nach Hause. Nach nicht einmal einer Viertel Stunde ist alles vorbei. Die müssen am nächsten Tag arbeiten.

Heute ziehen die Österreicher grölend durch die Straßen und nach dem Elfmeter in der Nachspielzeit - gibt es am Montag das Spiel der Spiele. Ich verziehe mich jedoch ab morgen für die nächsten drei Tage und werde am Wolfgangsee wahrscheinlich kein Fußball schauen, weil ich auf einen Yogaworkshop fahre, wo es wohl um andere Dinge gehen wird.
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Mittwoch, 11. Juni 2008

Auszeit

Heute abend eine Verabschiedung vom EM- Trubel. Freundin treffen und ein bisschen rausfahren nach Maria Plain. Auf die Stadt schauen - die sich zuerst rot einfärbt, dann kommen die Gewitterblitze die sich rund um die Stadt ziehen - und auf einmal färbt sich der Himmel rot. Dazu Bier trinken und nett plaudern, während zwei Abfangjäger über den Himmel ziehen und aus der Ferne - die Geräuschkulisse aus den Stadien zu hören ist

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Montag, 9. Juni 2008

Wo sind die Griechen?

Die Geräuschkulissen in meiner Altstadtwohnung sind derzeit beträchtlich. Gerade ziehen wieder brüllende Horden durch die Straßen. Das geht immer in Wellenbewegungen. Am Wildesten ist es immer eine Stunde vor dem Spiel und die Stunde nach dem Spiel - wenn die Fanzonen sich langsam leeren. Jetzt wird jedenfalls gebrüllt was das Zeug hält.

Und nachdem ich heute in der Mittagspause den schwedischen Mannschaftsbus, samt Entourage, an mir vorbeirauschen gesehen habe - kam dann abends beim nach Hause gehen, alles in gelb daher. Wo bitte sind die Griechen?

Jedenfalls befürchte ich, dass morgen, beim ersten hiesigen Spiel, das Ganze hier erst richtig abgehen wird (auch wenn mit mir telefonierende Freundinnen mich schon eifrigst bemitleidet haben)

Am Wochenende flüchte ich dann an den lauschigen Wolfgangsee - wo ich hoffentlich ein bisschen ruhig schlafen kann.
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Sonntag, 8. Juni 2008

Rund um den Mattsee

Ein Nachtrag zum vorigen Wochenende - nachdem ich dieses mich selbst bemitleidend und fussballschauend zuhause verbracht habe.

Der Mattsee - ein hübscher kleiner See - nichts Besonderes aber nett. Neben vielen kleinen Hütten, die den direkten Seezugang oftmals verwehren, gibt es dann noch sehr hübsche kleine Naturschutzgebiete mit ganz viel Schilf. Badestellen gibt es dafür keine - nur zwei öffentliche Bäder waren zu sehen. Einen schönen Gastgarten mit Seeblick konnten wir nur im Ort Mattsee selber finden - am Schluss der Umquerung, da waren wir dann trotz Kekse und Trockenfrüchte doch schon recht hungrig.

Rund um den Mattsee: ca. 3,5h reine Gehzeit, Weg ist markiert und zumeist nicht zu verfehlen.
Von Salzburg fährt stündlich ein direkter Bus


Am Mattsee

Am Mattsee
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Samstag, 7. Juni 2008

Into the Wild

Vor knapp zehn Jahren habe ich mit viel Begeisterung und Anteilnahme das Buch gelesen, und war sehr neugierig auf den Film, der mir durch sehr wohlwollende Rezensionen schmackhaft gemacht worden ist. "Into the Wild" - die Geschichte eines sinn- und wahrheitssuchenden jungen Mannes - ein Idealist und Träumer, der sein Geld herschenkt um zwei Jahre lang quer durch die USA zu trampen, immer auf der Suche nach dem Leben, nach neuen Erfahrungen, der immer noch ein bisschen mehr will - das Schicksal so lange herausfordert bis es ihn einholt. Der Versuch längere Zeit allein in der Wildnis Alaskas zu leben, scheitert schlussendlich - wie der Autor des Buches allerdings anmerkt an wenigen "scheinbar belanglosen Schnitzern".

Der Film wirkt in mehrfacher Hinsicht. Da sind einmal die wunderschönen Landschaftsaufnahmen, von all den Gegenden, in denen der junge Mann sich herumgetrieben hat. Das Buch ist insgesamt gut zusammengefasst - soweit ich das in Erinnerung habe (jetzt lese ich es gerade zum zweiten Mal, und bin schon neugierig auf die Details). Und dann ist da noch die Musik, die mich überaus gefangen hat. So schön und so traurig. Da sieht man über den wenigen Kitsch gerne hinweg.

Es ist interessant. Vor zehn Jahren habe ich dieses Buch mit einer Mischung aus Bewunderung und gleichzeitig starker Verwunderung über soviel Naivität, Leichtsinnigkeit, Weltferne und Idealismus. Jetzt doch einige Jahre später und dementsprechend älter, wundere ich mich auch noch habe aber irgendwie viel mehr Verständnis und es löst bei mir fast stärkere Gefühle aus. Schleicht sich da eine Midlifecrisis auf leisen Sohlen heran?

Hier aber nun Ausschnitte aus der Musik:

Eddie Vedder: Society



It's a mistery to me
we have a greed
with which we have agreed

You think you have to want
more than you need
until you have it all you won't be free

society, you're a crazy breed
I hope you're not lonely without me

When you want more than you have
you think you need
and when you think more than you want
your thoughts begin to bleed

I think I need to find a bigger place
'cos when you have more than you think
you need more space

society, you're a crazy breed
I hope you're not lonely without me
society, crazy and deep
I hope you're not lonely without me

there's those thinking more or less less is more
but if less is more how you're keeping score?
Means for every point you make
your level drops
kinda like its starting from the top
you can't do that...

society, you're a crazy breed
I hope you're not lonely without me
society, crazy and deep
I hope you're not lonely without me

society, have mercy on me
I hope you're not angry if I disagree
society, crazy and deep
I hope you're not lonely without me


Eddie Vedder - Guaranteed





On bended knee is no way to be free
Lifting up an empty cup I ask silently
That all my destinations will accept the one that's me
So I can breathe

Circles they grow and they swallow people whole
Half their lives they say goodnight to wives they'll never know
Got a mind full of questions and a teacher in my soul
And so it goes

Don't come closer or I'll have to go
Owning me like gravity are places that pull
If ever there was someone to keep me at home
It would be you

Everyone I come across in cages they bought
They think of me and my wandering but I'm never what they thought
Got my indignation but I'm pure in all my thoughts
I'm alive

Wind i my hair I feel part of everywhere
Underneath my being is a road that disappeared
Late at night I hear the trees they're singing with the dead
Overhead

Leave it to me as I find a way to be
Consider me a satellite forever orbiting
I knew all the rules but the rules did not know me
Guaranteed
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