Sonntag, 3. Februar 2008

Computer und Krapfen

Die herausragenden Ereignisse der letzten Woche:

Mein neuer Compi - direkt nach Hause geliefert. So schnell ist das Aufsetzen eines Computers noch nie gegangen. Betriebssystem vorinstalliert, Office drauf, Firefox runtergeladen und los geht´s. Bis auf ein paar Kinderkrankheiten (wieso sehe ich z.B. die Flickr Bilder auf einmal nicht mehr, und wo bitte ist die CD meines Lieblingsspiels hingeraten??*).

Und dann waren da noch die größten Faschingskrapfen die ich je gesehen habe. Ein so ein Ding essen, stößt schon ziemlich an die Kapazitätsgrenze, und es lag dann auch einige Zeit im Magen herum. Köstlich war es aber schon. So haben sie ausgeschaut - hoffentlich sieht es wenigstens irgendwer

Riesenkrapfen


* Weiß das übrigens wer? Habe ich irgendeine Chance die CD (eine von insgesamt vieren) wieder zu bekommen, wenn ich sonst alles andere inklusive Seriennummer und so habe (nur die Rechnung habe ich natürlich nicht mehr)??
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Dienstag, 29. Januar 2008

Seltener Tag - seltene Krankheiten

Ist das nicht nett?

Der 29. Februar soll in Zukunft der Tag der seltenen Krankheiten sein. Warum? Weil es ein seltener Tag ist.
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Gefährliches Dazugehören

Der Mensch möchte immer dazugehören und das ist einer seiner gefährlichsten Eigenschaften (Erika Pluhar - eine gscheite Frau)
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Sonntag, 27. Januar 2008

Mangoldwochenende


Tag 1: Mangold mit Schafskäse


Ein bisschen Lauch mit zwei Knoblauchzehen in Olivenöl anbraten. Die Hälfte eines Mangolds (ca 5 bis 6 Blätter) klein schneiden (die Strünke sehr klein damit sie durch werden) und dazu geben. Wenn das Gemüse durch ist, Rahm, eine Handvoll halbierter Cocktailtomaten und knappe 10dk in kleine Stücke geschnittenen Schafskäse dazugeben. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Dazu passen sehr gut Ofenkartoffeln.

Mangold 1

Tag 2: Mangold-Glasnudelsuppe

Ein bisschen Lauch in Ghee oder Butter anbraten, Ingwer dazugeben. Den verbliebenen Mangold (wieder 5-6 Blätter) klein schneiden und dazu geben. Mit Wasser aufgießen. Suppenwürfel dazugeben. Zwei Stücke Polardorsch aus dem TK in die Suppe legen. Wenn der Fisch durch ist, ca. 50g Glasnudeln hinzufügen. Mit Sojasauce abrunden.

Mangold 2
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Samstag, 26. Januar 2008

Nacht und Nebel

Und da war noch der Film ("Nacht und Nebel" auf französisch "Nuit et brouillard"), den ich letztens gesehen habe, zu dessen Vorführung ich eigentlich nur durch Zufall gekommen bin. Ein Film der die Deportationen und die Systematik der Konzentrationslager verdeutlicht - in unglaublich kurzen, grausamen 30 Minuten. Gezeigt werden einerseits Originalbilder (in schwarz/weiss) und andererseits Aufnahmen aus dem Jahr 1955, die ein vor sich hin moderndes Auschwitz zeigen (in Farbe). Und als ob das alles noch nicht genug wäre gibt es eine literarische anmutenden Text von Paul Celan ins deutsche übertragen und eine (wie ich gelernt habe kontrakpunktische Musik) von Hanns Eisler. Große Namen, also und trotzdem ist mir dieser Film zum ersten Mal untergekommen.

Hier der Beginn: (Deutsche Version konnte ich leider nicht finden. Nicht-Frankophile sind also auf die englischen Untertitel angewiesen - unbedingt trotzdem auf die Musik achten)



Eine sehr eindrückliche und künstlerische Angelegenheit. Unglaublich auch die Rezeptionsgeschichte. Der Film wurde auf Betreiben der deutschen Bundesregierung in Cannes nicht im offiziellen Wettbewerb gezeigt, weil er die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich gefährden könne. Offensichtlich war der Film, auch für viele Deutsche in den 60er und 70er Jahren ein wichtiger "Augenöffner" und hatte wohl einen Beitrag geleistet, dass damals so viele angefangen haben, zu hinterfragen, was ihre Väter eigentlich im Krieg gemacht haben.

Und dann gibt es da noch das starke Lied von Jean Ferrat mit den gleichen Titel "Nuit et brouillard". Beide spielen auf die sogenannten Nacht und Nebel Erlass aus dem Jahr 1941 an. Dabei ist auch der Vater von Jean Ferrat nach Ausschwitz deportiert worden (lt. Wikipedia-FR).

Ich übersetze hier nur (sinngemäß)die zwei vorletzten Absätze des Liedes, in dem er darauf eingeht, warum darüber gesungen werden muss:

Man sagt mir jetzt, das sei nicht mehr aktuell
Es ist besser nur mehr Liebeslieder zu singen
Und das Blut trocknet schnell, wenn es in die Geschichte eingeht
Und dass es nichts nützt die Gitarre zu nehmen.

Doch wer kann mich aufhalten?
Der Schatten hat sich menschlich gemacht, heute ist Sommer
Ich werde die Wörter verdrehen, wenn es sein muss
Damit die Kinder eines Tages wissen, wer Ihr wart.



Ils étaient vingt et cent, ils étaient des milliers
Nus et maigres, tremblants, dans ces wagons plombés
Qui déchiraient la nuit de leurs ongles battants
Ils étaient des milliers, ils étaient vingt et cent

Ils se croyaient des hommes, n'étaient plus que des nombres
Depuis longtemps leurs dés avaient été jetés
Dès que la main retombe il ne reste qu'une ombre
Ils ne devaient jamais plus revoir un été

La fuite monotone et sans hâte du temps
Survivre encore un jour, une heure, obstinément
Combien de tours de roues, d'arrêts et de départs
Qui n'en finissent pas de distiller l'espoir

Ils s'appelaient Jean-Pierre, Natacha ou Samuel
Certains priaient Jésus, Jéhovah ou Vichnou
D'autres ne priaient pas, mais qu'importe le ciel
Ils voulaient simplement ne plus vivre à genoux

Ils n'arrivaient pas tous à la fin du voyage
Ceux qui sont revenus peuvent-ils être heureux
Ils essaient d'oublier, étonnés qu'à leur âge
Les veines de leurs bras soient devenues si bleues

Les Allemands guettaient du haut des miradors
La lune se taisait comme vous vous taisiez
En regardant au loin, en regardant dehors
Votre chair était tendre à leurs chiens policiers

On me dit à présent que ces mots n'ont plus cours
Qu'il vaut mieux ne chanter que des chansons d'amour
Que le sang sèche vite en entrant dans l'histoire
Et qu'il ne sert à rien de prendre une guitare

Mais qui donc est de taille à pouvoir m'arrêter ?
L'ombre s'est faite humaine, aujourd'hui c'est l'été
Je twisterais les mots s'il fallait les twister
Pour qu'un jour les enfants sachent qui vous étiez

Vous étiez vingt et cent, vous étiez des milliers
Nus et maigres, tremblants, dans ces wagons plombés
Qui déchiriez la nuit de vos ongles battants
Vous étiez des milliers, vous étiez vingt et cent
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Freitag, 25. Januar 2008

Blogs real

Die Blogosphäre schlägt zu. Zuerst meldet sich Steppenhund, fragt an ob ich jetzt Zeit hätte, um dann beim Treffen festzustellen, dass er in 40 Minuten schon wieder abhauen muss. Nu, ein schnelles Bierchen mit einem zufriedenen Menschen ist sich ausgegangen.

Und dann am Folgetag - die nächste - Versuch4 (deren virtuelle Wandlung in diversen Blogs mitverfolgt werden durften) hat da eine Veranstaltung organisiert, von der ich sonst sicher nichts erfahren hätte, und wahrscheinlich auch wenn nicht hingegangen wäre. So durfte ich einen unglaublich interessanten Film sehen, nette Menschen real kennenlernen... und wohl ein paar Bierchen zuviel trinken. Dabei viel gequatscht und wieder ein bisschen in das universitäre Leben reinschnuppern - das mich anzieht und abstößt gleichzeitig...
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Samstag, 19. Januar 2008

Bohnensuppe

Essen aus der Dose kann auch sehr fein - das entstand als ich nichts frisches zuhause hatte:

Eine Frühlingszwiebel und zwei bis drei Knoblauchzehen in Olivenöl anbraten. Kreuzkümmel und Paprikapulver darin anbraten. Eine kleine Dose Tomaten dazugeben mit Wasser aufgießen. Wenn es kocht eine Handvoll Gemüse aus dem Tiefkühlfach dazugeben (bei mir waren es Brokkoli). Kurz bevor das Gemüse gar ist eine halbe Dose Bohnen hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer, Suppenwürfel und Petersilie abschmecken.
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Montag, 14. Januar 2008

Roland Koch, der wilde Hesse

Bei Versuch4 geklaut. Wenn man so etwas kann, ist es natürlich eine blendende Reaktion auf dumpfen Populismus. Und mir tut es ziemlich gut...

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Sonntag, 13. Januar 2008

Kulturpessimismus

In welcher Welt leben wir?

In Deutschland fordert ein Politiker, der Angst hat die Wahlen zu verlieren, Strafcamps für Jugendliche.
In Österreich vergleicht eine geistig umnachtete Politikerin den Propheten Mohammed mit einem Kinderschänder -
Richtig harmlos dagegen die Demokraten in den USA, die Diskussionen über Inhalte standhaft umgehen, und nur über Personen und ihre Ausstrahlung reden.

Johannes macht sich Gedanken, was man dagegen unternehmen kann und kommt (noch?) zu keiner Lösung. Ich stehe auch ratlos vor soviel Populismus in unserem ach so aufgeklärten Europa...

... und weiss leider auch nur eine banale, langfristige an die Ursachen gehende Lösung - mehr Bildung. Aber eigentlich kann ich das Argument auch nicht mehr hören. Was bleibt? Aufregen, durchatmen, beruhigen - und sich wieder ein Stückchen mehr mit Grausen vom politischen Geschehen abzuwenden.

Wie man es macht ist es falsch. Den Verrückten mehr Aufmerksamkeit zu geben? (was würde Herr Koch z.B. zahlen für die Werbezeit, die er derzeit gratis bekommt?) Nicht reagieren und das Feld überlassen? In Diskurs mit Meinungen und Personen gehen, die nicht diskursfähig sind?

Eine Variante gibt es noch, die manchmal durchaus fruchtbar ist: Betroffene (welch unmögliches Wort) zu Wort kommen zu lassen. Wirkt nicht immer (weil das Thema nicht immer dazu passt, oder weil die sogenannten Betroffenen in der Diskussion zum Fraß vorgeworfen werden), kann aber Verständnis wecken (wie z.B. der ehemals kriminelle ausländische Jugendliche auf die Frage, was er zu seiner kriminellen Zeit denn eigentlich benötigt hätte meinte er klar und einfach: ein Vorbild)

Und so wende ich mich mit Grausen ab...


P.S.:Und von einem genauso umnachteten Politiker der behauptet, die Abtreibung habe in Österreich genauso viele "Opfer" (!!) gefordert, wie der zweite Weltkrieg, rede ich ja noch gar nicht -

Ich schäume...
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Joe Strummer - The future is unwritten

Wieder einmal einer dieser Musikfilme die mich berühren - Joe Strummer - the future is unwritten, zeichnet das Leben des Leadsingers der Clash nach.

Ein Kind aus gutem Hause, erkennt dass die Hippiezeit zu Ende ist, und schliesst sich einer Punk Band an. Die Musik ist rotzig, gleichzeitig melodisch und erreicht damit die Massen - und auch mich.

Billy Bragg schreibt in seinem schönen Buch: A progressive patriot folgendes zum Aufkommen der Clash:

It took the Clash to show me the way. Conformity won´t get you noticed, punk - confrontation is the quickest way to get people´s attention. You are not pretty? So what? Show the world you don´t care by putting a safety pin through your cheek, to make yourself even more unsightly. Can´t sing? Who cares? It´s what you are singing about that matters.Don´t understand the working of the music industry? Well don´t worry, we are going to turn that world upside down. And, hey, don´t wait for someone to come along and do it all for you. Do it yourself.

Und da ich mich bei den vielen guten Songs einfach nicht entscheiden kann, hier eine kleine Auswahl (vor dem Anhören, Lautsprecher unbedingt auf Anschlag stellen!)

London calling -


Safe European Home


Should I stay or should I go


Bankrobber


Rudi can´t fail
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Donnerstag, 10. Januar 2008

Yoga am Morgen

Mein Yoga hat ja vor Weihnachten ziemlich nachgelassen. Drei Wochen Dauerregen, viel Arbeit und eine dazugehörige kleine Novemberdepression haben mich dazu gebracht, das Haus, nur wenn notwendig zu verlassen, und die Yogastunden wurden zugunsten des faulen Herumliegens gekoppelt mit ganz vielen Naschereien vernachlässigt. Nun habe ich einen neuen Anlauf unternommen und mich im neuen Jahr, bei länger werdenden Tagen, für zwei Kurse in der Woche eingeschrieben.

Heute nach meiner ersten Morgenyogastunde meinte meine Lehrerin ich solle doch meine zweite Stunde in einen anderen Kurs wechseln, weil es da ein bisschen mehr Herausforderung für mich gebe. Nicht dass es derzeit keine Herausforderung wäre: aber gefreut hat es mich natürlich schon (auch wenn ich vielleicht nur Verschiebemasse für eine ausgeglichenere Kursauslastung bin...).

Die heutige Herausforderung: Der Bogen - diese Rückwärtsbeugen sind wirklich nicht ohne....
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Mittwoch, 9. Januar 2008

Lesezwiespalt

Ich lese da gerade ein Buch - ein sehr spannend geschriebenes, zu einem Thema, das mich sehr anzieht: der hohe Norden. Es geht um die brutale Kolonialisierung und Ausbeutung auf den Aleuten. Das Ende ist absehbar. Es ist bekannt, dass die Ureinwohner der Aleuten nahezu vollständig ausgerottet wurden.

Und so bin ich in einem Lesezwiespalt. Einerseits will ich das Buch lesen, weil es spannend, interessant und gut beschrieben ist. Andererseits will ich es nicht lesen, weil es irgendwie immer schlimmer und grauslicher wird. Und trotzdem verziehe ich mich jetzt ins Bettchen, und werde noch ein paar Seiten lesen, und vielleicht noch zum Drüberstreuen etwas leichtere Kost, um besser schlafen zu können.....
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Wieder im Trott

Nach zwei sehr feinen, schnell vergangenen und schönen Urlaubswochen bin ich nun wieder im Trott - und plane den nächsten Urlaub - und schätze es sehr, dass ich eher ruhig arbeitsmäßig in das neue Jahr einsteigen kann. Keine Mailfluten über die Feiertage, nur ein paar wenige Anrufe - und andererseits das Wissen, dass wir trotz ausufernder Strategiearbeit im letzten Jahr, dieses Jahr nicht allzuviel anders machen werden....
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Sonntag, 6. Januar 2008

Pielachtaler Spaziergänge

Winter im Pielachtal

Es ist eine ausgesprochen schöne Kulturlandschaft das Pielachtal, oder auch Dirndltal wie sich sich gerne nennen. Am Fuße des Ötschers gelegen, bekannt für die Dirndln (vulgo Kornelkirschen) - eine wunderschöne Kulturlandschaft mit vielen alleinstehenden Höfen und Bäumen. Die Instandhaltung der Wege lässt leider manchmal zu wünschen übrig - und manchmal windet man sich auch durch Dornengestrüpp.

Unterkommen kann man im schönen Steinschalerhof (mit einem noch schöneren Frühstücksbuffet). Von Wien mit dem Zug in knappen zwei Stunden.

Und hier die Touren (alle von der Station Steinschal Tradigist, lokale Wanderkarte im Steinschalerhof erfragen)

1) Über den Edelbauer auf direkten gut markierten Weg auf das Geisbühel und zur Josef Franz Hütte der Naturfreunde (am Wochenende ehrenamtlich bewirtschaftet).ca 3,5 h hin und zurück.

2) Über St. Andrä und das Plespitztal nach Kirchberg. Nicht markiert: Bei der Straßengabelung im Talschluss ist die erste Straße rechts nehmen. Beim Bauernhaus geht der Weg über ein Gatter direkt in den Wald (nicht die Straße weitergehen). Dann das Feld nach oben überqueren, bevor es auf der Straße nach Kirchberg runter geht. In Kirchberg unbedingt die hübsche Kirche am Hügel anschauen. Zurück geht es auf der anderen Seite der Pielach entlang des Kardinal König Weges. Ca. 2h

3) Unmarkiert in den Leindlgraben zu einen sehr schönen allein gelegenen Hof. Dort den schönen Feldweg weiter, mit feinen Ausblicken auf den Gegenhang. Irgendwann verlieren wir uns im Dornengestrüpp und kehren im hohen Bogen zurück. PfadfinderInnen mit mehr Zeit sollten versuchen den Weg zum Frohnberg zu finden.

Winter im Pielachtal
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Freitag, 4. Januar 2008

Überzeugungskraft

Der liebsten Freundin einzureden, morgen sei schon Feiertag - dabei ist er erst übermorgen. Ich war allerdings so überzeugt davon, dass sie mir das abgenommen hat - Sorry liebe Fee!
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Donnerstag, 3. Januar 2008

Silvester einmal anders

Wohnen in der Altstadt heißt auch, zu Silvester nicht zu Hause sein zu können. Da kam mir eine Einladung ins malerische Pielachtal gerade recht. Gemeinsam mit der liebsten Freundin, deren Partnerin, einer weiteren Freundin und zwei Hunden. Im Mittelpunkt des Geschehens: die zwei entzückenden Hunde, davon einer, der bei silvesterlichem und sonstigem Geknalle absolute Panikzustände bekommt. Eigentlich wollten wir ja einfach ein Fondue essen, und stundenlang tarockieren. Doch leider erwies sich die kuschelige Hütte als sehr knallintensiv, da genau vis-a-vis irgendjemand alle halben Stunden mehrere Ladungen Feuerwerk abfackeln musste. Während der eine Hund nicht mehr zum Bellen aufhören wollte, verkroch sich der andere - am ganzen Körper zitternd ins letzte Eck. Die beiden Frauchen, waren nur mehr mit Beruhigen beschäftigt und die Stimmung war im Eimer.

So wurde die Idee geboren bewaffnet mit heißen Glühwein und einem selbstgebastelten Heißluftballon, der unsere Wünsche ins neue Jahr hinausschicken sollte, irgendwohin in die Pampa zu fahren, möglichst weit weg von jeglichen Häusern und ergo Knallereien. Beim Wegfahren fällt schon schön Schnee. Ein abgeschiedenes Plätzchen haben wir uns ausgesucht. Doch leider kommen wir nicht hin, da sich die Straße als vollbeschneiter Güterweg entpuppt und wir ohne Ketten unterwegs sind. Also steigen wir aus, gehen einfach ein Stücken im dunklen Schneefall. Bald finden wir einen Platz um den Ballon steigen zu lassen - nur leider haben wir an der Konstruktion nicht genug gefeilt, der Ballon geht in Flammen auf, bevor er zum Fliegen - äh fahren heisst das bei Ballons - anfängt.

Übrig bleibt ein brennender Anzündewürfel, um den wir uns versammeln und Glühwein und Punsch trinken (nachdem alle Beteiligten noch einmal winterfest eingepackt wurden). Und dann geht es ganz schnell - auf einmal wird das Geknalle lauter, Autos fahren durch die Gegend und links und rechts von uns wird nur mehr geknallt. Sogar den Donauwalzer höre ich leise aus einem fernen Autoradio, während rundherum der Himmel und die verschneite Landschaft in allen möglichen Farben im Geknalle leuchtet. Während ich die Situation skurril und auch irgendwie schön finde, bleibt doch ein starkes Mitgefühl für die armen Hundebesitzerinnen, die am Boden kauern und ihre verängstigten Hunde festhalten.

Was bleibt ist ein Silvester der anderen Art und die Erkenntnis, dass Hundebesitzer es nicht leicht haben, weil auch ein ruhiges Tal für ein paar Stunden nur aus Geknalle besteht. Hier besteht eindeutig eine Marktlücke: Sollte sich ein Tal entschließen können, über Silvester ein Feuerwerkverbot zu erlassen, kann es mit dem Ansturm von zahlreichen Hundemamis und Hundepapis rechnen.
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Mittwoch, 26. Dezember 2007

Nachglühen

Weihnachten war angenehm, gemütlich und unaufgeregt. Nette kleine Geschenke, ein gutes Essen und massenhaft Schwarztee. So bin ich dann sehr und munter und ausgesprochen nüchtern gegen 23h zum Treffen mit lieben Menschen gegangen. Nur dass die natürlich schon viel früher zum Trinken angefangen haben, und wir dadurch etwas unterschiedliche Bewusstseinszustände hatten. Ich hab mich sogar verleiten lassen ein Bockbier zu trinken, um meinen "Rückstand" aufzuholen. Und so haben wir dann doch bis gegen 4h durchgeplaudert, bevor ich in mein Taxi nach Hause gestiegen bin.
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