Freitag, 26. Juni 2009

Ausflug in die Weiblichkeit

Gemeinhin bin ich wohl eher dem burschikosen Typ zuzurechnen. Ich trage fast immer Hosen, meine Schuhe sind grundsätzlich flach und bequem, als Schminke verwende ich nur einen Kajal um die Augen und beim Friseur ist mein wichtigstes Kriterium für den Schnitt dass er nicht geföhnt werden muss. Hin und wieder habe ich aber einen Anfall, der mich dazu bringt die geballte Weiblichkeit auszupacken, in ein schönes Kleid zu schlüpfen, ganz tief in die Kriegsbemalungstöpfe zu greifen und Schuhe anzuziehen über dessen Nutzung ich mich (und meine Füße noch viel mehr) stundenlang ärgern können.

Letzte Woche war einer dieser denkwürdigen Tage. Ich durfte meinen Präsidenten auf einen Empfang (dresscode: formal - auch das musste erst gegoogelt werden was es eigentlich bedeutet) begleiten. Das schöne, sauteure, aber trotzdem recht kurze Seidenkleid (welches ich auch deswegen nur so selten anziehe, weil es nur chemische Reinigung verträgt), die Schühchen (siehe oben) angezogen, Kontaktlinsen eingesetzt, Schmuck natürlich auch und Schminke was das Zeug hält. Da sind wir also losgetrippelt an einem schönen Sommerabend in Brüssel in eine noch schönere location - veranstaltet von einem eher technischen Dachverband, mit entsprechend hohen Männeranteil unter den Gästen.

Und dann merke ich im Laufe des Abends die vielen Blicke nicht nur in mein Gesicht, die Blicke auf meine Beine und die vielen achso zufälligen Berührungen an meinen Händen und Armen - und bin hin- und hergerissen. Einerseits tut es gut, diese Bewunderung, andererseits ist es anstrengend, so umworben zu werden. Als ich aufstehe um wohin zu gehen, verfolgen mich zahlreiche Blicke während meines trippelnden Ganges. Und auch das Netzwerken fällt auf einmal viel leichter. Schön wars - und leicht beschwipst wandern wir dann in der hellen Brüsseler Nacht zum Hotel, um und dort noch einen Absacker zu genehmigen. Ich bin müde und zufrieden, und verdränge auch kurz, dass ich am nächsten Tag um fünf Uhr in der Früh ins Taxi steigen musste, um meinen Flieger nach Hause zu erwischen.
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Samstag, 13. Juni 2009

Vermischtes...

...oder: was ich in den letzten wochen erfahren durfte:

1) Offensichtlich gibt es in Europa eine ganz erkleckliche Anzahl an Studierenden aus Hongkong und Taiwan, welche - für ein Semester dem Leistungsdruck zuhause entkommen - nun in Europa auf den Putz hauen. Ich durfte die Vielreisenden kennenlernen. Europa kennelernen - auch eine Art Studium - vor allem, da sie auf der Uni nur durchkommen müssen, und der Notendurchschnitt für sie zum ersten Mal nicht ausschlaggebend ist.

2) Aus der Europawahl habe ich wieder einmal gelernt, dass man die Kronenzeitung lesen muss, um die Stimmung im Lande mitzubekommen. Hätte ich nie gedacht, dass Hans Peter Martin, wieder so viele Stimmen abräumt. Hätte ich die "richtige" Zeitung gelesen, wäre mir das wohl nicht so ergangen.

3) Es gibt Computerspiele die können eine ziemlich süchtig machen und sogar bis in den Schlaf verfolgen. Vorsicht: gebrauch auf eigene Gefahr.

4) Es gibt fünf Weisheiten des Buddha - nämlich wie man mit Zweifel, Unruhe, Trägheit, unstillbares Verlangen und Widerwillen umgeht - durfte ich in einem dreitägigen Yogawokshop lernen - manches kannte ich schon, manches war mir neu - war nett jedenfalls

5) Zahnärzte können eine ziemlich arm machen. Nachdem ich jedoch jahrelang zu keinem gegangen bin, und ergo auch keinen Cent für sie ausgegeben habe, war die horrende Rechnung des letzten Monats auch irgendwie die logische Konsequenz. Froh, bin ich jedenfalls, diesen Anfang gemacht zu haben, und meiner Angst doch auch irgendwie ein Schnippchen geschlagen zu haben - jetzt habe ich für das nächste halbe Jahr jedenfalls Ruhe.
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Mittwoch, 20. Mai 2009

Sevilla

Es ist eigenartig. So nett es in Sevilla war - ich habe nicht diese Begeisterung, die ich sonst für jedes Land habe, in das ich zum ersten Mal fahre. Es war schön, heiß und sehr lebendig - und trotzdem - irgendwie fühle ich mich in Italien wohler. Nicht nur dass ich dort die Sprache besser verstehe (wobei man mit Französisch- und etwas Italienischkenntnissen, sich tatsächlich sehr schnell zumindestens die Erfüllung von Grundbedürfnissen sichern kann), irgendwie ist mir Italien immer flockiger vorgekommen. Vielleicht auch weil es in Spanien anscheinend weniger die Kultur gibt auch länger draussen zu sitzen und Kaffee oder Wein zu trinken. Die Bars sind alle sehr klein, und die Getränke werden schnell, schnell am Tresen eingenommen.

Mehr als beeindruckend waren jedenfalls die kulturellen Sehenswürdigkeiten. Die Kathedrale zum Beispiel - die größte gotische Kirche der Welt. Ich habe ja schon viele Kirchen gesehen (nicht nur aber auch, weil meine Eltern mich durch unzählige geschleift haben), aber diese ist in ihrer Größe und ihrer Gotik wirklich atemberaubend. Katholischer geht es nicht. Auch das Alcazar, der ehemalige Herrscherpalast ist nicht ohne. Neben den wunderschönen Gärten mit kleinen Wasserspielen und vielen Orangen ist der Palast eine Mischung aus maurischer und christlicher Kultur - ein schönes Beispiel, wie sich Morgen- und Abendland ergänzen.

Wenn alles gut geht, gibt es in zwei Wochen dann die nächste Kurzreise - nach Bulgarien - eines meiner Lieblingsländer
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Sonntag, 17. Mai 2009

Wusch!

Puh - das Leben ist ein Wirbelwind. Nachdem ich schon im Urlaub eine dicke Backe hatte, durfte ich genau einen Tag nach meiner Rückkehr eine doppelte Wurzelbehandlung - was mich doch ein bisschen gebeutelt habe (vor allem, wo ich eines der Schmerzmittel nicht vertragen habe...)

Gleichzeitig trudeln laufend Gäste aus aller Welt auf meiner Couch ein. Zwei Jungmädels aus Hongkong und ein amerikanischer Althippie sind die Highlights der letzten zwei Wochen. Das macht Spaß ist manchmal aber doch auch ein bisschen anstrengend.

Und dann war ich die letzten Tage auch noch in Sevilla - mein erster Spanienbesuch überhaupt.

Die nächsten Wochen werden ähnlich dicht. Am Donnerstag geht es auf einen viertägigen Yogaworkshop und das darauffolgende Wochenende kommen meine Eltern zu den Pfingstfestspielen.

Langweilig ist mir gerade nicht - das ist auch gut so, und während sich die Blogideen bei mir sammeln - komme ich gerade gar nicht dazu zu schreiben. Schon blöd, entweder man hat Zeit und wenig zu erzählen, oder man hat viel zu erzählen und keine Zeit.

In diesem Sinne - bis zu meinem nächsten "Zeitloch" - dann hoffentlich mit einem kurzen Spanienbericht
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Freitag, 8. Mai 2009

Es werde Wald

Also der Eselsweg ist wirklich wunderschön. Auf genaue Beschreibungen verzichte ich jetzt hier, nicht nur aus Zeitgründen, sondern auch weil auf dieser Seite wirklich alles relevante zur Wegfindung steht.

Wenn man sich einmal an die recht eigenwillige Markierung gewöhnt hat, und die Beschreibung auch im Wandergepäck hat, kann eigentlich nichts mehr passieren. Der Weg ist wunderbar zu finden. Genau eine Abzweigung habe ich in der ganzen Woche verpasst, konnte aber dank der guten Wanderkarte schnell direkt und ohne Zurückgehen zum Weg finden.

Das Alleine Wandern (eine ganze Woche habe ich das bisher noch nie gemacht), war insgesamt auch eine positive Sache. Wobei ich wirklich alleine war -d.h, nicht nur ohne Reisegefährten sondern ich habe die ganze Woche auch fast keine andere Menschen beim Gehen gesehen. Nur am Feiertag war ein bisschen mehr los, das habe ich dann fast als Störung empfunden. Am Abend in den Gasthäusern bzw. beim Frühstücken als einziger Gast durfte ich dann durchaus Bekanntschaften schließen - mit Wirten und Gästen. Der Höhepunkt war sicher ein Berliner der in einem kleinen Kaff versucht bayrische und österreichische Küche zu verkaufen (ich konnte mich dann natürlich nicht zurückhalten und musste ein paar Tips geben)

Es war eher das Wetter, das mir zu schaffen gemacht hat. Am dritten Tag mit relativ viel Regen im dann doch finsteren Wald können dann schon einmal düstere Gedanken aufkommen. Als dann noch eine Stunde auf der Forststraße bevorstand habe ich kurzerhand mein Handy ausgepackt und einen vernünftigen Radiosender gesucht. Gelandet bin ich in einem ausgezeichneten Feature über die Hermannschlacht - war zwar der falsche Wald aber es war trotzdem schön die Sendung beim Waldwandern zu hören.

Der kulinarische Höhepunkt war dafür der Flörsbacherhof. Zum Abendessen gab es Lachs mit Sauerkraut (sic!) und Preiselbeersenfkörnern. Ein wirklich schönes Haus, mit wohlschmeckender Küche und engagierten Gastgebern. Und einen Wildschweinschinken konnte ich auch noch mitnehmen.

Das wichtigste bei der Woche war jedoch der Wald. Ich bin selten so viel durch Wald gegangen. Und es ist eigenartig. Einerseits gibt es wenig Aus- und Weitblicke - wie ich es sonst vom Wandern gewöhnt bin. Andererseits ist der Wald oft wunderschön und vielfältig, das frühlingshafte grün, manchmal so grell, dass es blendet. Ich möchte gar nicht wissen, welche Farbenspiele es da im Herbst gibt. Schön auch, dass es relativ wenig Kahlschläge gab.

Und für diejenigen, die bis hierher durchgehalten haben, gibt es jetzt noch ein paar Waldfotos.

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Samstag, 25. April 2009

Bin dann mal weg

Andere gehen bekanntlich den Jakobsweg - oder Jakobswäg - wie die Schweizer sagen (der Link geht übrigens zu einem entzückenden Lied, sehr zu empfehlen und sollte auch für Nicht Alemannen verständlich sein)

Ich hingegen gehe den Eselsweg in den Spessart - sechs Tage durch deutsche Wälder - Bin schon sehr gespannt.

Mit passender Lektüre habe ich mich auch eingedeckt -

Das Wirtshaus in Spessart - Ja, das ist nicht nur ein Film, sondern eine Märchensammlung von Hauff. Sinnigerweise sind es genau sechs Geschichten - Für jeden Tag eine Geschichte

Riemenschneider - Die Geschichte des Holzschnitzers Tilman Riemenschneider, der in der Gegend gelebt hat. Und ich habe in meinen Führer entdeckt, dass ich sogar an einem seiner Altäre vorbei komme.

Ich freue mich - nur die Wettervorhersage ist leider nicht so berauschend!

Bis bald
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Donnerstag, 23. April 2009

St. Gilgen - St. Wolfgang - noch ein Klassiker

Route: Von St. Gilgen über Fürberg, Falkenstein nach Ried und St. Wolfgang. Zurück gehts mit dem Schiff nach St. Gilgen (man kann auch schon bei der Schafbergbahn in das Schiff steigen, wenn man nicht scharf auf das sehr touristische St. Wolfgang ist)


Wanderroute 161400 - powered by Wandermap 

Dauer: Ca. 3h
Verbindung: Gute Busverbindungen von Salzburg nach St. Gilgen


Das ist wirklich eine der ganz schönen, kleinen, feinen Wanderungen hier in der Gegend. Dieser Abschnitt des Wolfgangsees ist an manchen Stellen so malerisch und kitschig, dass man sich auch wie in einem Freilichtmuseum vorkommen kann. Meine englische Begleiterin ist immer wieder ganz versonnen stehen geblieben, und hat einfach nur genossen.

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Mittwoch, 22. April 2009

Schöne Widersprüche

Gestern hatte ich einen eigenartigen Abend. Zuerst eine schöne, anstrengende Yogastunde, die mit einem wunderschönen Rilke Gedicht zum Thema Geduld endete. Danach ins Kino gesprintet - und über zwei Stunden über Che Guevaras Guerillakampf in Kuba gesehen - Che - el Argentino. Revolution und Geduld passen ja irgendwie nicht so gut zusammen - und so war dieser Abend auch irgendwie ein Revue passieren meiner eigenen Geschichte....

Bevor ich jetzt aber zum zweiten Teil des Films sprinte (der sich übrigens mit dem dramatischen endenden Guerillakampf Che´s in Bolivien beschäftigt) hier noch das Rilke Gedicht.

Man muß den Dingen
die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen – und
dann gebären ....

Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
daß dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch !

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit ...

Man muß Geduld haben
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.


(Rainer Maria Rilke)
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Montag, 20. April 2009

Ein Klassiker: Rund um den Fuschlsee

Route - von Fuschl am See immer am Ufer entlang einmal um den See herum. Details hier:

Wanderroute 154791 - powered by Wandermap 
Anfahrt: Von Salzburg gute Busverbindungen nach Fuschl - Strand.
Dauer: 2,5 -3 Stunden

Route ist eigentlich nicht zu verfehlen und das ganze Jahr wunderbar zu gehen, besonders schön, natürlich an herrlichen Frühlingswochenenden, wo man schon bibbernd die Zehen ins Wasser stecken kann. Während das Südufer einfach hübscher Wald mit Wiesen ist, hat das Nordufer fast mediterrane Anwandlungen. Besonders hübsch auch die vielen Badeplätze. Auch die privaten - falls hier jemand sowas zum Verpachten hat, bitte bei mir melden - ich hätte Interesse ;-)

Einkehren empfiehlt sich in einem der vielen Gaststätten im Ort Fuschl, am besten mit direkten Seeblick wo man noch einmal so richtig schön die Seele baumeln lassen kann.

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Sonntag, 12. April 2009

Vergessen

Ach ja, und dann hatte ich letzte Woche noch meine Zahn OP, die mich um zwei Zähne erleichtert hat. Ich erinnere mich allerdings nur ganz bruchstückhaft daran, dank einer kleiner Pille, die einen fast umhaut, und wenig an Erinnerungen zurücklässt - retrograde Amnesie heißt das im Fachjargon.

Wie der Arzt mich am Arm packt, kurze Erinnerungen an die OP selber, wie die liebste Freundin nach der OP am Ende vom Gang steht, wie ich Stunden später voller Genuss Erdäpfelpüree mit Spinat esse - das weiß ich noch. Dass ich Kontrolltermine vereinbart habe, mit dem Taxi nach Hause gefahren bin und auch zwischen den ganzen nachmittäglichen Schlafanfällen durchaus redefähig war - daran erinnere ich mich nicht mehr.

Jedenfalls habe ich in den Folgetagen fast keine Schmerzen, fühle mich wieder halbwegs fit, und schaue mit weitaus weniger Angst auf die nächsten Zahnarzttermine...
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Polnische Begegnung

Ein kanadisches Pärchen war letztens bei mir zu Besuch und wir hatten einen wunderschönen Spaziergang am Kapuzinerberg und dann auch noch ins Bräustüberl. Interessanter Aspekt war, dass beide in Polen wohnen, weil Sie polnische Wurzeln hat und weil Er dort Medizin studieren kann - was ihm in Kanada nicht möglich war. Da gibt es offensichtlich eine Universität in Krakow die nur Engländer und Amerikaner in Medizin ausbildet. Der dritte im Bunde war ein entzückender Windhund, mit dessen Hilfe wir mit unzähligen Leuten ins Gespräch gekommen sind.

Eigenartig, war dann ein Mönch der uns angesprochen hat. Wie die zwei erzählt haben, dass sie aus Krakau kommen. Auf einmal leuchten seine Augen auf, und erzählt, dass sein Vater im Krieg in Krakau war, und wie schön es nicht sei, und dass er auch einmal hingefahren sei. Ich wundere mich immer wieder - wie können ehemalige Wehrmachtssoldaten voller Begeisterung von den Orten ihres Einsatzes erzählen? Aber auch: wie unsensibel ist es, dies den Nachfahren der damaligen Kriegsopfer unter die Nase zu reiben?
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Freitag, 3. April 2009

Europa arbeitet - und Silmanja auch....

Ja es geht weiter rund. Für unseren Kongress muss die erste Programmankündigung raus und auch sonst sind da so einige Projekte allerortens zu bearbeiten. Wenn ich dann noch dauernd zwischen Wien und Brüssel hin- und herfahre (nicht nur aber auch um leckere Schokolade zu kaufen), dann wird es langsam dicht.... Ach ja, und eine neue Mitarbeiterin haben wir auch, die benötigt auch ein bisschen Aufmerksamkeit...

Nach Brüssel zu fliegen ist übrigens mit hoher Promidichte verbunden. Am Montag mit MEP Voggenhuber hin (der Herr muss ja auch quasi zur Arbeit fliegen) und am Dienstag sowohl mit der ehemaligen Außenministerin, als auch mit der jetzigen Justizministerin zurück - der Mittwochflieger war ansonsten mit einer Agrarexkursion besetzt - irgendwie war da alles sehr ÖVP lastig.

Und obwohl ich in den letzten Jahren doch so einige Male in Brüssel war, hatte ich noch nie die Gelegenheit das Europaparlament zu sehen. Das durfte ich diese Woche nachholen. Also groß aufregend ist das Ganze nicht - aber andererseits natürlich schon eigenartig diese Sesselreihen zu sehen wo über 750 Menschen Platz haben müssen (die ganzen sonstigen Angestellten und Dolmetscher sind da noch gar nicht mitgerechnet) - Und man versteht, wenn man sich den politischen Prozess in der EU wieder einmal vor Augen führt, doch recht gut, warum sich außerhalb von Brüssel niemand für die EU interessiert. Es ist trocken, schwer verständlich, bürokratisch und alles sehr undurchsichtig - da haben sich schon viele Leute den Kopf zerbrochen, wie man das alles spannender und transparenter machen könnte. Wirklich gelungen ist es bis jetzt noch nicht.

Aber der Plenarsaal ist schon irgendwie beeindruckend......

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Montag, 23. März 2009

Moderne Nomadin

Irgendwie bin ich im Netz ja immer auf der Suche nach was neuem. Nun habe ich mir etwas ausgesucht, was auch Auswirkungen auf mein Reallife haben könnte. Ich habe mich bei Couchsurfing angemeldet. Und da ich in einer touristisch durchaus attraktiven Stadt wohne, haben die ersten Anfragen auch nicht lange auf sich warten lassen.

Nun hatte ich bis gestern meinen ersten Gast. Und ich durfte Einblick in ein eigenartiges nomadisches Leben bekommen. M. kommt aus einem baltischen Land und ist in London Kindermädchen. Sie arbeitet immer 1-2 Wochen in der Familie und wohnt dann auch dort, während sie durchgehend im Dienst ist. Wenn sie dann frei hat reist sie mit englischen Billigfluglinien quer durch Europa. Nicht nur weil sie gerne reist, sondern auch weil sie keine fixe Unterkunft in London hat, und das Leben unterwegs für sie weitaus billiger ist, als in London ein Zimmer zu mieten. Nach Hause zu ihrem Mann fährt sie etwa einmal im Monat.

Auch eine Art mit horrenden Wohnungspreisen umzugehen und gleichzeitig in der Weltgeschichte herumzugondeln. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht und ich freue mich schon auf weitere Begegnungen...
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Sonntag, 15. März 2009

Naci en Alamo (aus Vengo)

Ein ganz eigenartiger Film - Vengo (Beschreibung leider nur auf französisch). Am besten hat mir eigentlich die Musik gefallen. Und am allerbesten dieses Lied-

Naci en Alamo



No tengo lugar
Y no tengo paisaje
Yo menos tengo patria

Con mis dedos hago el fuego
Con mi corazon te canto
Las cuerdas de mi corazon lloran

Naci en al amor
Naci en al amor
No tengo lugar
Y no tengo paisaje
Yo menos tengo patria

Ay cuando canta(n), con tus dolores nuestras mujeres te hechizan

I came from nowhere
I have no landscapes
I have no homeland

With my fingers, I can start a fire
With my heart, I sing to you
And my heartstrings throb

I was born of love
I was born of love
I have no place
I have no landscapes
I have no homeland

When they sing, with your sorrow (pain), our women enchant you (put a spell on you)

Lyrics via diesem nettem Thread
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Sonntag, 1. März 2009

Ein Monat

Und kaum schaut man hin, ist das Monat schon wieder vorbei. Da sitze ich nun am Sonntag Abend, ärgere mich (wieder einmal) über das Wahlergebnis und blicke auf ein tolles Monat zurück, von dem das beste leider so pikant ist, dass ich mich darüber hier nicht ausbreiten kann.

Einiges habe ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder gemacht. Schifahren zum Beispiel. War mir zuletzt irgendwie immer zu teuer, zuviel Action und ökologisch korrekt ist es auch nicht wirklich. Doch bei den jetzigen Schneemengen mußte ich es einfach wieder probieren, weil ich irgendwie der Meinung war, wenn ich es jetzt nicht wieder mache, dann fange ich gar nicht mehr damit an. Und so habe ich es sogar geschafft, einen Betriebsausflug auf der Piste zu organisieren. Trotz schlechtem Wetter und Schneefall, hat das Schifahren sehr viel Spaß gemacht - und es tatsächlich so: man verlernt es nicht, auch wenn es ein bisschen holpert. Andere Dinge verlernt man übrigens auch nicht....

Ansonsten habe ich ein paar Tage grippig im Bett verbracht, um gleich darauf eine mehrtägige Dienstreise nach Brüssel zu machen. Dort war es- wie meistens - ziemlich anstrengend. Immer hübsch angezogen sein, mit viel zu hübschen Schuhen, viel zu lang über das dortige Kopfsteinpflaster hoppeln, viel Bier trinken und Fritten essen. Gleichzeitig hatten wir auch noch eine Stelle ausgeschrieben, auf die sich knapp 60 BewerberInnen gemeldet haben. Da gibt es viel zu lesen und Gespräche zu führen. Das Ergebnis hat nun leider auch für eine betroffene Person im direkten Umfeld für Unmut gesorgt, was an mir auch nicht ganz spurlos vorübergeht.

Gekoppelt mit einem insgesamt höheren Arbeitsaufwand, ist also der Monat nur so dahingeflutscht - und das Blog doch ziemlich leer geblieben. Ob Besserung in Sicht ist, traue ich mich gerade nicht abzuschätzen. So wie es ausschaut bin ich in den nächsten zehn Tagen in Wien, Bad Ischl und Brüssel. Ich werde mich jedenfalls bemühen die Frequenz wieder zu erhöhen. Bis demnächst....
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